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Ranking über 5 Jahre Japan: Das Land der (wieder) aufgehenden Sonne

Japan
Geht in Japan die Börsensonne wieder auf? | Foto: Adobe Firefly

Japans Wirtschaft und die Börsen hatten es in den letzten Jahrzehnten nicht leicht. Aufstrebende Zeiten wie in den 80er und 90er Jahren sind längst erledigt, viel mehr befand man sich in einer Stagnation was sich entsprechend auch auf die Kurse der börsennotierten Unternehmen ausgewirkt hat.

Während andere Börsen in etablierten Märkten wie beispielsweise in den USA, aber auch in Deutschland oder China von einem Allzeithoch zum nächsten sprangen, dümpelte der japanische Aktienmarkt über viele Jahre vor sich hin und erreichte erst im März diesen Jahres einen neuen Höchststand. Was sich erst einmal unspektakulär anhört, aber der alte Höchststand des Nikkei stammt noch aus dem Jahr 1989.

Hier einige Gründe, die für ein Engagement in japanische Aktien sprechen:

  1. Viele japanische Unternehmen haben seit Jahren sehr hohe positive Nettokasse Positionen. Aber erst jetzt werden diese Reserven genutzt um Aktienrückkäufe und/ oder eine höhere Dividende auszuzahlen. Das wirkt sich entsprechend positiv auf die Aktienkurse aus. Gleichzeitig verbessert sich die Eigenkapitalrendite, was zusätzlichen Schub für die Kurse bedeutet. Da dieser Anpassungsprozess weiter fortschreitet sollte sich das in den Kursen weiter bemerkbar machen.
  2. Nachdem im März diesen Jahres der Nikkei ein neues Allzeithoch markiert und im Anschluss konsolidiert hat, sind nun alte Widerstände aus der Vergangenheit ausgeräumt und der Weg zu neuen Allzeithochs ist offen.
  3. Generell richtet sich der japanische Aktienmarkt aktionärsfreundlicher aus. Die Managementvergütungen sind wenig exzessiv und gerade im Vergleich zu den USA sind die Aktienbewertungen moderat.
  4. Wenn der Altmeister Warren Buffet recht überraschend sein Engagement in japanischen Aktien erhöht, erfolgt dies nicht ohne Grund. Er verweist in seinem aktuellen Geschäftsbericht auf das Potenzial japanischer Aktien.
  5. Nicht zuletzt trägt der fallende Yen zur guten Entwicklung japanischer Unternehmen bei. Die japanische Industrie ist sehr exportorientiert, so dass Unternehmen mit hohem Exportanteil über eine komfortable Umsatz – und Gewinnwachstumslage verfügen. Sollte der Yen gegenüber dem Euro wieder an Wert gewinnen, partizipieren deutsche Anleger von diesem Währungseffekt, wenn diese in einem Yen notierten Japanfonds investiert sind.
  6. Weiterer Punkt: aufgrund der langjährigen schwachen Performance der japanischen Märkte, sind sehr viele institutionelle Anleger in Japan deutlich unterinvestiert. Es gibt daher ein hohes Käuferpotential bei Großanlegern.
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