Patientin bei Physiotherapie Foto: Foto von Karolina Grabowska von Pexels

Krankenstatistik

Jeder Fünfte hat chronische Rückenschmerzen

Rückenschmerzen gehören in unserer Gesellschaft scheinbar einfach zum Leben dazu und werden daher oft nicht allzu ernst genommen. Deshalb verfolgt der alljährliche Tag der Rückengesundheit das Ziel, verstärkt auf diese Krankheitsprobleme aufmerksam zu machen. Schließlich leidet laut Deutschem Orthopäden- und Unfallchirurgen Verband jeder Fünfte in Europa unter Rückenschmerzen, die mindestens drei Monate andauern und damit bereits als chronisch gelten.

Chronische Rückenschmerzen beschränken vor allem die körperliche Aktivität, die generelle Stimmung, sowie das Schlafverhalten und beeinflussen damit die Lebensqualität der Betroffenen stark. Gerade in Zeiten von Homeoffice, in denen der Großteil der Deutschen von zu Hause aus arbeitet, sind Rückenbeschwerden vorhersehbar. Daher stellt sich für Deutschlands Krankenversicherer die Frage, wie sie ihren Kunden auch in der Corona-Zeit unter die Arme greifen können.

Rückenschmerzen richtig vorbeugen

Prävention hilft: Rückenschmerzen vorzubeugen ist leichter, als sie behandeln zu lassen. Erste Abhilfe leisten Hilfsmittel, wie zum Beispiel ergonomisch gestaltete Bürostühle, Pezzibälle und höhenverstellbare Schreibtische. Diese Sitzmöglichkeiten sorgen dafür, dass die Körperhaltung regelmäßig variiert wird. Somit wird das dynamische Sitzen eines jeden gefördert. Auch regelmäßige sportliche Aktivitäten, wie zum Beispiel Spaziergänge, fördern gezielt die Rückenmuskulatur.

Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie sind zwar die Fitnessstudios hierzulande geschlossen. Doch einige Kassen bieten Online-Kurse an, die zu Hause durchgeführt werden können. Vielen ist zudem nicht bewusst, dass sich ihre Krankenkasse in der Regel freiwillig an den Kosten für Gesundheitskurse beteiligt. In den meist en Fällen erstattet die Kasse zudem Fremdkurse, sofern die Angebote von der Zentralen Prüfstelle für Prävention zertifiziert worden sind.

Wie Kassen die Gesundheit fördern

Ob und wie viel die rund 100 einzelnen Krankenkassen in Deutschland zahlen, legt das jeweilige Unternehmen selbst fest. Außerdem unterscheiden sich die Angebote der gesetzlichen Kassen stark von denen der Anbieter von privaten Krankenversicherungen. Die zusätzlichen Leistungen der privaten Versicherer machen einen großen Unterschied, erklärt Marco Adelt, Mitgründer und Geschäftsführer des digitalen Versicherungsverwalters Clark aus Frankfurt.

Eine private Krankenvollversicherung kommt zwar insbesondere für Arbeitnehmer oft nicht in Frage. Doch: „Eine private Zusatzkrankenversicherung hilft dabei, potentielle Versorgungslücken der gesetzlichen Kassen zu schließen.“ Der Wechsel der eigenen Krankenversicherung ist seit Jahresbeginn zwar einfacher geworden. „Letztendlich sollte sich jedoch jeder vor einem solchen Wechsel persönlich beraten lassen“, so der Insurtech-Chef abschließend.

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