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Jeder zweite Fondsanbieter lässt Anleger im Dunkeln

Jeder zweite Fondsanbieter lässt Anleger im Dunkeln
„Viele Fondsgesellschaften beschränken sich bei der Information ihrer Anleger auf das unbedingt Notwendige“, erklärt Matthias Koss, Chef der Kölner Fonds Advice. Die Rating-Agentur untersuchte in einer aktuellen Studie für mehr 1.000 Fonds die Veröffentlichungen der Anbieter zu den jeweiligen Produkten.

Das Ergebnis: Bei der Hälfte der 30 untersuchten Fondsfamilien reichen die Angaben der Anbieter nicht aus, um sich für das sogenannte Information-Rating zu qualifizieren. Fonds Advice bewertet mit diesem Rating die Qualität von Jahresberichten, Verkaufsprospekten Datenblättern und anderem Informationsmaterial.

„Hauptgrund für die als unzureichend bewertete Transparenz ist der Verzicht auf wichtige Informationen in den Jahresberichten der Fonds“, erklärt Koss. Dazu zählt er Angaben zur Wertentwicklung des Portfolios oder Kommentare der Fondsmanager. „In einigen Fällen wird darüber hinaus in den Verkaufsprospekten auf so wesentliche Angaben wie beispielsweise das Anlageziel verzichtet.“

„17 Prozent der analysierten internationalen Anbieter bieten keine Übersetzungen aller Dokumente ins Deutsche beziehungsweise Englische an“, so Koss weiter. „Nur 30 Prozent der Fondsgesellschaften erfüllen bei allen untersuchten Unterfonds die Mindestanforderungen hinsichtlich der Transparenz.“ Die Note zwei minus für durchschnittliche Transparenz erhalten nur die Fonds der DWS, Threadneedle und Jyske Invest.
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