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Jeff Gundlach „König der Anleihen“ sagt, bei welchen Bonds die größten Gefahren lauern

Jeffrey Gundlach, Chef der Fondsboutique Doubleline Capital (Foto: Youtube)
Jeffrey Gundlach, Chef der Fondsboutique Doubleline Capital (Foto: Youtube)
Jeffrey Gundlach warnt Investoren vor langlaufenden Anleihen. Bei einer Zinswende werden besonders Anleihen mit einer Laufzeit von mehr als zehn Jahren stark im Kurs verlieren, zitiert das Manager Magazin den Renten-Guru. Besonders holprig könnte es für Unternehmen mit schlechter Bonität werden. Der Markt für Hochzinsanleihen habe noch nie eine Phase stark steigender Zinsen erlebt, mahnt Gundlach. Weiter betont er, kleinere, höher verschuldete Unternehmen geben erst seit den 1980er Jahren Bonds aus. Und seit damals sind die Zinsen tendenziell nur gefallen, bis jetzt. Hochzinsanleihen im Energiesektor
Hochzinsanleihen hält Gundlach nach den Kursrückgängen in den vergangenen 18 Monaten für relativ fair bewertet. Der Ölpreisrutsch hatte bei den Papieren zu einem Kurseinbruch geführt, weil etwa jeder zweite dieser Bonds von Energieunternehmen und deren Zulieferern stammt. Das billige Öl hatte vielen kleineren Öl- und Gasförderern in den USA das Genick gebrochen. So galten rund 20 Prozent der High-Yield-Bonds Ende 2014 als Not leidend. Das waren mehr als doppelt so viele wie vor dem Preiskollaps Mitte 2014. In den nächsten Monaten erwartet er, dass einige der Unternehmen insolvent gehen. Eine weitere Pleitewelle könnte es dann 2016 geben – sobald das Gros der Junksbonds zurückgezahlt und durch neue Anleihen ersetzt werden muss. Gundlach, Chef der Fondsboutique Doubleline Capital, hat 2014 entgegen der allgemeinen Einschätzung nicht auf steigende Zinsen gewettet und damit die meisten Kollegen geschlagen. Aktuell hat der „König der Anleihen“ US-Staats- und Unternehmensanleihen weitgehend aus seinem Fonds, Flexible Income Fund, verbannt.

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