Jens Ehrhardt: „Portugal wird es auch erwischen“

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Um andere Mittelmeerländer ist es laut Ehrhardt auch nicht besser bestellt. „Ich denke, Portugal wird es am Ende auch erwischen“, sagte er zu FR. Auch die Schwierigkeiten Frankreichs werden laut dem 69-Jährigen noch völlig unterschätzt, da das Land eine doppelt so hohe Neuverschuldung hat wie Italien. „Im Grunde ist Deutschland das einzige große, starke Land, das in der Eurozone noch übrig geblieben ist“, sagt Ehrhardt. Doch Deutschland alleine könne Europa nicht retten. 2013 kommt die große Inflation

Die einzige Lösung sieht der Vermögensverwalter darin, dass die Europäische Zentralbank (EZB) massiv Anleihen kauft. Dies würde jedoch die Inflation anheizen. Für das Jahr 2013 rechnet Ehrhardt daher mit einer großen Inflation.

Um das Vermögen vor einer Geldentwertung zu bewahren, empfiehlt Ehrhardt, Gold und Aktien zu kaufen. Auch Anleihen aus asiatischen Ländern wie Singapur, Taiwan oder Hongkong, die sich in den nächsten Jahrzehnten deutlich besser entwickeln dürften als Europa und die USA, dürften interessant sein. Zudem setzt Ehrhardt auf hochwertige Immobilien in guten Lagen. Dabei empfiehlt er vor allem Berlin als Standort, da dort noch ein „erheblicher Nachholbedarf“ besteht. „Das haben auch schon viele reiche Griechen bemerkt, die ihr Geld aus der Heimat abziehen und den Berlinern jetzt die Wohnungen vor der Nase wegschnappen“. 

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