Joe Foster (Gastautor)Lesedauer: 5 Minuten

Joe Foster über Goldminen Goldene Giganten mit großem Gewicht

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Den Zentralbanken fehlt die Zeit, um ihre Geldpolitik zu normalisieren, denn sie müssen bereits Vorkehrungen treffen, um der Wirtschaft durch die nächste Rezession zu helfen. Wie es scheint, bedeutet „normal“ inzwischen eine Federal Funds Rate6, die knapp über 2 Prozent gestiegen ist, und eine Bilanz von mindestens 4 Billionen Dollar. Der Leitzins der EZB schafft es nach dem Ankauf von Anleihen im Wert von 3 Billionen Dollar unterdessen nicht über die Schwelle von -0,4 Prozent. Was würde erst aus dem Finanzsystem werden, wenn die Fed Funds Rate bei null (oder weniger) und das Haushaltsdefizit bei über 2 Billionen Dollar im Jahr liegen und der Anleihebestand der Fed 10 Billionen Dollar übersteigt? Vielleicht werden wir es 2020 erleben.

Goldpreis peilt 2019 Widerstand bei 1.365 Dollar an

Der jüngste Kurswechsel in der Geldpolitik der Fed sorgte dafür, dass der Goldpreis über 1.300 Dollar steigen und damit den ersten wichtigen Schwellenwert für dieses Jahr durchbrechen konnte. Derzeit sieht es danach aus, als könne der Goldpreis als nächstes die deutlich schwieriger zu erreichende Schwelle von 1.365 Dollar testen, die bereits seit fünf Jahren einen Widerstand bildet. Sollten sich im Zusammenhang mit dem Brexit, der Wirtschaft oder den Börsen weitere fundamentale Risiken ergeben, könnten Gold und Goldaktien endlich eine höhere Preisspanne erreichen.

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