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Jörg Arnold im Interview „Fehlende Standards für Nachhaltigkeit große Blockade für Finanzberater“

Jörg Arnold
Jörg Arnold: Der Chef von Swiss Life Deutschland erklärt im Interview mit DAS INVESTMENT, welche regulatorischen Hürden Finanzberater in Deutschland beim Vertrieb von nachhaltigen Versicherungen im Weg stehen. | Foto: Swiss Life Deutschland

DAS INVESTMENT: Die Europäische Union will mehr Geld in sogenannte Versicherungsanlageprodukte mit nachhaltigen Investmentkriterien lenken. Doch im Vertrieb hakt es noch. Warum?

Jörg Arnold: Das Kernproblem besteht darin, dass nicht klar ist, was als nachhaltig gilt. Ist eine Staatsanleihe zum Beispiel nachhaltig oder nicht? Manche Vertreterinnen und Vertreter aus dem Kapitalanlagebereich sagen nein, auf keinen Fall, denn die politischen Ziele der Regierungen sind ja nur Absichtserklärungen. Andere wiederum glauben, dass viele Länder einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten und wichtige Themen wie Bildung, Gesundheitswesen oder Umweltschutz voranbringen. Deshalb betrachten wir deren Staatsanleihen anteilig als nachhaltige Investments. Genauso individuell wie die großen Kapitalanleger Nachhaltigkeit definieren, genauso individuell schauen auch die Privatkunden auf das Thema. Für den einen darf auf keinen Fall Atomkraft im Portfolio sein – andere haben damit kein Problem. Daneben gibt es weitere Themen, die manchen Menschen besonders am Herzen liegen: CO2-Ausstoß, Abfallvermeidung, Biodiversität und und und. 

Inwiefern stellt das ein Problem für die Praxis der Finanzberater dar?

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