Anlagebetrüger Bernard Madoff (Foto: Getty Images)

Anlagebetrüger Bernard Madoff (Foto: Getty Images)

JP Morgan: 2 Milliarden Dollar für Madoff-Pleite

JP Morgan Chase & Co. könnte etwa 2 Milliarden Dollar zahlen, um Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Betrug von Bernard Madoff aus der Welt zu schaffen, berichtet die New York Times unter Berufung auf informierte Kreise. Der Bank wird vorgeworfen, Hinweise auf das Schneeball-System ignoriert zu haben.

Den Informationen zufolge befindet sich die Bank kurz vor einer Einigung, die eine Vereinbarung über die Aussetzung der Strafverfolgung und Geldstrafen von mehr als 1 Milliarde Dollar zur Einstellung des Strafverfahrens umfassen soll. Die verbleibenden Sanktionen wurden der Bank von US-Aufsichtsbehörden auferlegt, die Lücken bei den Schutzmaßnahmen gegen Geldwäsche bei JP Morgan untersucht hatten.

Bereits im Oktober hatte Bloomberg News berichtet, dass sich JP Morgan in Gesprächen befindet, die auf eine Vereinbarung über die Aussetzung der Strafverfolgung hinauslaufen könnten. Bei solchen Vereinbarungen erklärt sich die Staatsanwaltschaft bereit, die Verfolgung für einen bestimmten Zeitraum auszusetzen und die Vorwürfe fallenzulassen, wenn das Unternehmen seine Richtlinien verbessert oder sich an die Gesetze hält.

JP-Morgan-Sprecher Joseph Evangelisti wollte zum Verlauf der Verhandlungen nicht Stellung beziehen.

Mehr zum Thema
Madoffs Mail: Großbanken mitschuldig Madoff-Forderungen: Geschädigte Hedgefonds verklagen Deutsche Bank Erste Madoff-Opfer erhalten Schadenersatz