J.P. Morgan-Studie: Jahresendrallye erwartet

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47 Prozent von insgesamt 2.806 Aktienfonds, die die J.P. Morgan-Analysten unter die Lupe nahmen, schnitten seit Jahresanfang um mehr als 2,5 Prozent schlechter ab als die Vergleichsgruppe. Das ist der höchste Stand seit 1998, als 55 Prozent der Fonds hinter dem Vergleichsindex zurück blieben.

Lediglich 13 Prozent der untersuchten Fonds lagen 2,5 Prozent und mehr über der Benchmark.

Besonders schwer sei für die Fondsmanager der August gewesen. Schuld sei vor allem die Volatilität an den Aktienmärkten, die im vergangenen Monat besonders hoch war, erklärt Thomas J. Lee, Leiter US-Aktien-Strategie bei J.P. Morgan. Der S&P 500-Index beispielsweise ging in den drei Tagen zwischen dem 9. und dem 11. August zuerst um 4,7 Prozent in die Höhe, gab dann 4,4 Prozent nach, um dann erneut um 4,6 Prozent zu steigen.

Fondsmanager, die hinter ihrer Vergleichsgruppe blieben, neigen dazu, Papiere mit überdurchschnittlich hohen Kursschwankungen (High-Beta-Stocks) ins Portfolio zu nehmen, um die Wertentwicklung des Fonds anzukurbeln. Diese Vorliebe führe häufig zu Jahresendrallyes, sagt Lee.

In den neun Jahren seit 1995, in denen besonders viele Fondsmanager den Index nicht schlagen konnten, kam es laut Lee zu einer Jahresendrallye. Die einzige Ausnahme ist das Jahr 2008, als die Rallye krisenbedingt ausblieb.