Julius Bär mit Kursrutsch

Marge hat sich seit Juni verringert

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Das verwaltete Kapital belief sich zum 31. Oktober auf 285 Milliarden Schweizer Franken (237 Milliarden Euro), wie die Bank aus Zürich am Freitag in einer per E-Mail übermittelten Erklärung mitteilte. Am 30. Juni lagen die betreuten Gelder bei 274 Milliarden Franken.

“Die Marge sinkt weiter”, sagte Dirk Becker, Analyst bei Kepler Cheuvreux in Frankfurt. “Sie hatten eine deutliche Verlangsamung bei den Nettoneugeldern während des Sommers.”

Derweil setzt der drittgrößte Schweizer Vermögensverwalter die Integration von Geschäftseinheiten fort, die er vor zwei Jahren von Bank of America erworben hat.

Julius Bär geht davon aus, dass die Bank bis Ende des Jahres 17 von 18 lokalen Transaktionen aus den von Bank of America übernommenen Vermögensverwaltungsaktivitäten von Merrill Lynch außerhalb der USA abgeschlossen hat.

“Julius Bär hat offenbar eine gute Kostenkontrolle, während der Merrill-Lynch-Kauf in die letzte Phase geht. Das sollte zu einem Gewinnwachstum in den Jahren 2015 und 2016 beitragen,” sagt Daniele Brupbacher, Analystin bei UBS in Zürich.

In den ersten zehn Monaten des Jahres haben 318 Mitarbeiter die zusammengeführten Bereiche verlassen, gegenüber 265 Abgängen per Ende Juni. Das Ziel bis zum Jahresende liegt bei 400. Die Bruttomarge von Julius Bär sank per Ende Oktober auf 94 Basispunkte, verglichen mit 95 Basispunkten in den ersten sechs Monaten des Jahres, so die Bank.

Julius Bär strebt neue Zukäufe an, auch wenn die Integration von Kundengeldern im Volumen von etwa 58 Milliarden Franken aus der Merrill-Lynch-Transaktion auf der Rentabilität lastet. Die Schweizer Bank vereinbarte im Juli den Kauf der europäischen Aktivitäten der Bank Leumi Le-Israel BM, einschließlich Kundengeldern von etwa 7 Milliarden Franken.

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