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Jyske Invest Emerging Market Equities

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Wer vor genau einem Jahr in den weltweiten Aktienindex MSCI Welt investierte, hat aktuell einen Verlust von 19,4 Prozent. 1,3 Prozent im Plus liegt dagegen der MSCI Emerging Markets, der Teilindex des weltweiten Börsenbarometers für Schwellenländer. „Die aktuelle Finanzkrise wird die Schwellenmärkte nicht so hart treffen wie Industriestaaten“, erklärt Søren Nemec, Fondsmanager des Emerging Markets Equities (WKN: A0B72T) der dänischen Jyske Invest. „Denn diesmal stammt die Krise nicht wie bei den vorherigen Krisen aus Asien, Russland oder Mexiko, sondern aus den USA.“

Nemecs Schwellenländer-Aktienfonds schneidet auf Jahressicht mit einem Plus von 11 Prozent deutlich besser ab als der MSCI Emerging Markets. Im laufenden Jahr allerdings liegt der Fonds 5,3 Prozentpunkte hinter seinem Vergleichsindex. Denn Nemec wurde von einigen schlechten Börsenwochen in Russland kalt erwischt. Bei russischen Aktien ist er derzeit gegenüber dem MSCI Emerging Markets übergewichtet. Beim Fonds kommt das Land auf einen Anteil von 11,4 Prozent. Beim Index sind es nur 7 Prozent.

„Russland wird in Zukunft deutlich outperformen“, sagt Nemec. Denn die russischen Exporte gingen vor allem nach Europa. Daher seien sie von der US-Krise höchstens indirekt betroffen. „Die Russland-Story wird vor allem vom Heimatmarkt angetrieben“, so Nemec weiter. Davon profitierten zum Beispiel Anbieter aus dem Bereich Telekommunikation. In die Aktien dieses Sektors ist er vor drei Jahren eingestiegen, mit Erfolg: „2007 stiegen die Kurse der Mobilfunk-Aktien um 150 Prozent.“ Seit Jahresbeginn verloren sie aber wieder 30 Prozent an Wert. „Das ist für uns ein guter Zeitpunkt, um nachzukaufen.“

Außerdem investiert Nemec derzeit sehr stark in Aktien aus dem Stahlsektor. „Viele russische Stahlwerke sind vertikal integriert“, so Nemec. Das bedeutet, sie erledigen vorgelagerte Produktionsstufen selbst. „Die Firmen verfügen über eigene Vorräte an Kohle und Eisenerz und sind daher kaum von den derzeit hohen Weltmarktpreisen für Rohstoffe betroffen.“ Vom aktuellen Rohstoffboom profitiert Nemec aber auch durch Investitionen in staatlich kontrollierte Energieriesen: Gazprom und Lukoil gehören zu den zehn größten Einzeltiteln im Fonds.

Insgesamt befinden sich etwa 70 Aktien im Portfolio. Sie werden von Nemec nur nach den jeweiligen Unternehmensdaten ausgewählt. Dafür bewertet er die 2.000 Titel seines Anlageuniversums danach, ob sie gleichzeitig einem Trend nach oben folgen, aber immer noch günstig bewertet sind. Außerdem dürfen die Unternehmen keine hohen Schulden in ihren Bilanzen ausweisen. Diese Analyse steht am Anfang von Nemecs Titelwahl.

Die Portfoliogewichte der einzelnen Branchen und Länder ergeben sich erst im Nachhinein aus der Titelwahl. „Wir investieren absolut Bottom-Up“, so Nemec. Dennoch unterliegt er bei den Anteilen für einzelne Anlageregionen Grenzen: Die Ländergewichte des MSCI Emerging Markets darf er nur um maximal 10 Prozentpunkte unter- oder überschreiten. Daher ist der Fonds derzeit zu mehr als 43 Prozent in die vier großen Schwellenmärkte des Bric-Quartetts Brasilien, Russland, Indien und China investiert. Danach folgen die asiatischen Aufsteiger Taiwan, Indonesien und Malaysia mit Portfolioanteilen zwischen 6,5 und 5 Prozent.

Der Ausgabeaufschlag beträgt 3 Prozent. Die jährliche Verwaltungsgebühr liegt bei 1,25 Prozent.

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