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Jyske Invest International Favourite Equities Jyske vereint Value- und Momentum-Strategie

Morten Borg, Manager des Jyske Invest International Favourite Equities
Morten Borg, Manager des Jyske Invest International Favourite Equities
DAS INVESTMENT.com: Es gibt die Theorie der effizienten Märkte. Demnach dürfte so etwas wie die Value-Strategie gar nicht funktionieren …

Morten Borg:
Die Strategie mit dem Fokus auf unterbewertete Aktien funktioniert. Das bedeutet ja nichts anderes, als dass der Markt nicht alle zur Verfügung stehenden Informationen verarbeitet. Das lässt sich gut mit menschlichem Verhalten erkären, also etwa mit übertriebenem Pessimismus, dem Herdentrieb oder auch der Ungeduld, da unterbewertete Aktien für eine lange Zeit unterbewertet bleiben können.
Ähnlich verhält es sich wohl mit der Momentum-Strategie?

Ja, auch bei Aktien von Unternehmen mit positiver Geschäftsentwicklung spielen psychologische Faktoren eine wichtige Rolle. Für unseren Ansatz aber ist entscheidend, dass beide Strategien nachweislich funktionieren.

Wie kombinieren Sie das in Ihrem Fonds?


Allein die starke Unterbewertung eines Titels reicht nicht aus, um sich für unser Portfolio zu qualifizieren. Denn der Haken dabei ist die Wartezeit: Manchmal dauert es teils Jahre, bis sich das Potenzial zeigt. Kaufen Sie aber eine unterbewertete Aktie, die bereits ein positives Momentum aufweist, hat der Prozess, der dieses Potenzial offenbart, schon begonnen. Anders ausgedrückt: Value-Aktien müssen reifen, und das Momentum kann der Indikator dafür sein, ob eine solche Aktie zu weiteren Kursanstiegen bereit ist.

Und wie ist es mit Momentum-Aktien?

Bei ihnen haben Sie das Risiko, beim Einstieg zu viel zu bezahlen oder den richtigen Ausstiegszeitpunkt zu verpassen. Wenn Sie zusätzlich Value-Kriterien anlegen und diese regelmäßig überprüfen, können Sie das Risiko reduzieren.
Sobald wir merken, dass ein Titel unseren Value-Kriterien nicht mehr genügt, trennen wir uns von ihm.

Wir haben festgestellt, dass die Kombination von Value- und Momentum-Ansatz bessere Ergebnisse liefert als jede Strategie für sich allein – und das bei einem günstigeren Risikoprofil. Das heißt, das Rendite-Risiko-Verhältnis verbessert sich. Entscheidend ist, dass sich beide Strategien – die eine setzt auf unterbewertete Titel, die andere auf die Fortsetzung des aktuellen Preistrends von Aktien – von Natur aus unkorreliert verhalten.

Welche Value-Kriterien legen Sie an?
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