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Rendite mit nachhaltigen Investments Kampf gegen Klimawandel bietet enorme Ertragschancen

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Gleichzeitig nimmt in immer mehr Branchen der Druck durch die Kunden zu. In der eher familiengeführten deutschen Wirtschaft steigt beispielsweise bei den Automobilkonzernen die Nachfrage nach klimafreundlichen Fahrzeugen, gerade auch im Lkw-Bereich. Die Kunden planen nicht wie die börsennotierten Unternehmen in Quartalen, sondern in Generationen, und sehen die Notwendigkeit von Veränderungen noch stärker.

Aussichtsreiche Investmentchancen

Durch den Kampf gegen den Klimawandel eröffnen sich nicht nur für Unternehmen neue profitable Geschäftsfelder, auch Anleger können hier gutes Geld verdienen. Was möglich ist, haben zuletzt die Börsengänge von Rivian und Sono Motors an der Nasdaq gezeigt. Allerdings scheuen viele Anleger das Risiko von Einzelwerten. Kein Wunder, dass die Absatzzahlen von nachhaltigen Kapitalmarktprodukten schon seit Jahren steigen.


So fließen immer höhere Anteile neu anzulegender Gelder in Anlageformen, die nachhaltig-ethisch ausgerichtet sind. Der Zustrom wird aber nicht nur durch die Anleger generiert, sondern auch durch die Banken, die ihre Berater zunehmend auffordern, vorhandene Fondsmittel in vermeintlich nachhaltige Produkte umzuschichten.

Die Krux mit nachhaltigen Investments

Doch leider ist nicht immer drin, was draufsteht. Der Fall DWS hat gezeigt, dass, in Ermangelung einer wirklich verbindlichen Definition nachhaltig-ethischer Anlageformen, nicht immer das verkauft wird, was auch den Ansprüchen der Kunden gerecht wird.

Aber auch andere, als seriös geltende Quellen zu Anlagen wie die Verbraucherzentralen liegen bei dem Thema nicht immer richtig. Über Jahre haben sie propagiert, dass Indexfonds aufgrund ihrer niedrigen Kostenquoten das ideale Anlagemedium sind. Die nachhaltigen ETF-Pendants auf die „normalen“ Indizes arbeiten jedoch mit Ausschlusskriterien. Das bedeutet nichts anderes, als dass bestimmte Werte aus dem Index herausgenommen werden und sich das Anlageuniversum reduziert.


Um doch eher in Unternehmen zu investieren, die ihren Nachhaltigkeitsvorstellungen entsprechen, könnten Anleger zu Themen-ETFs greifen. Diese weisen aber, wie auch schon die seit Jahren vorhandenen aktiv gemanagten Themenfonds, die Besonderheit auf, dass gute Renditen so lange erzielt werden, wie das entsprechende Thema en vogue ist. Als Beispiel sei hier der iShares Global Clean Energy genannt, der 2020 eine prozentual dreistellige Rendite erzielte, in diesem Jahr jedoch bisher im Minus liegt.

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