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Tom Naratil (v.l.n.r.), Sabine Keller-Busse und Martin Blessing.  | © UBS

Kandidaten-Casting UBS führt Gespräche mit möglichen Ermotti-Nachfolgern

Nach acht Jahren mit Sergio Ermotti an der Spitze hat bei der Schweizer Großbank UBS die Suche nach einem Nachfolger begonnen: Man habe Gespräche mit potenziellen externen Nachfolgern aufgenommen, sagte Verwaltungsratspräsident Axel Weber zu Bloomberg. Diese seien aber noch in einem frühen Stadium.

Zu den Kandidaten zählt laut Bericht unter anderem Christian Meissner, der im Herbst vergangenen Jahres seinen Posten im Investment Banking der Bank of America geräumt hatte. Sein Manko: Als Investmentbanker ist er spezialisiert auf ein Segment, das die UBS zuletzt zusammengestrichen und stattdessen das Vermögensverwaltungsgeschäft in den Vordergrund gestellt hatte.  

Demgegenüber brächten mehrere interne Nachfolgekandidaten Heimvorteile mit, so die „Neue Zürcher Zeitung“. So kenne sich etwa Tom Naratil als Co-Chef der Vermögensverwaltung und Chef von UBS Americas bestens mit dem US-Markt aus, der für die Großbank bekanntermaßen von wesentlicher Bedeutung ist. Zudem konnte er sich von 2011 bis 2015 bereits als UBS-Finanzchef bewähren.

Weiter zählt Martin Blessing, neben Naratil zweiter Co-Präsident Global Wealth Management, zum Kreise der möglichen Ermotti-Nachfolger. Doch nicht nur Männer, auch eine Frau ist im Rennen: COO Sabine Keller-Busse, als IT-Verantwortliche zuständig für die wichtigen Bereiche Automatisierung und Digitalisierung, könne sich Chancen auf den Spitzenjob ausrechnen.

Ob die UBS vor diesem Hintergrund tatsächlich auf einen externen Kandidaten zurückgreift, ohne dass dieser sich einige Zeit als Mitglied der Konzernführung beweisen musste, ist fraglich. Ohnehin könne das Nominationskomitee mit Weber und den Verwaltungsräten Michel Demaré, David Sidwell und Isabelle Romy noch für einige Überraschungen sorgen, so die „Neue Zürcher Zeitung“.

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