5 Vermögensverwalter schätzen ein Kann man noch in China investieren?

„Wir haben zugekauft“

„Wir haben zugekauft“ | © Gies & Heimburger
Hans Heimburger ist Geschäftsführer bei Gies & Heimburger aus Bad Krozingen. | Foto: Gies & Heimburger

Hans Heimburger, Gies & Heimburger:

„Die aktuelle Kursschwäche chinesischer Aktien halten wir für eine sehr gute Einstiegschancen – gerade für Langfrist-Investoren. Auch die Evergrande-Krise ist übrigens eine Folge der staatlichen Regulatorik: Bereits 2020 wurde der Kredit-Leverage für Immobilienprojektierer eingeschränkt. Diese Maßnahme hat schlussendlich auch das auf schwachen Beinen stehende Geschäftsmodell von Evergrande ins Straucheln gebracht. Die Risiken staatlicher Eingriffe gehören bei Investitionsentscheidungen in China dazu.

Am vergangenen Montag sahen wir die erste Evergrande-Schockwelle an den weltweiten Märkten. Je nachdem, wie kontrolliert oder ungeordnet ein Default von Evergrande abläuft, können weitere kurzfristige Turbulenzen folgen. Weitere Kursschwächen sollten für Käufe in chinesischen Wachstumswerten genutzt werden.

Unsere China-Positionen sehen wir als langfristige Investments. In den vergangenen Tagen haben wir gezielt zugekauft. Die chinesische Staatsführung wird leistungsfähige Kapitalmärkte dringend benötigen, um ihre wirtschaftlichen Mittel- und Langfristziele zu erreichen.

Bisher halten sich die Aktien aus dem chinesischen Solar-Sektor sehr gut; dies dürfte sich fortsetzen. Dieser Bereich wird kaum mit regulatorischen Maßnahmen belegt werden, weil China den Anteil erneuerbarer Energien stark ausbauen wird.“

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