Sie ist deutsches Kulturgut – die Kantine: Tablett schnappen, anstehen, aussuchen, bezahlen und schnell essen, schließlich sind nur 30 Minuten Mittagspause. Welcher Angestellte kennt diese Erfahrung nicht? Auch wenn manche Abläufe sich nicht grundegend geändert haben dürften, ist die Kantine der Gegenwart, die gerne auch mal einen eigenen Restaurantnahmen trägt, zu einer Art unternehmerischen Aushängeschild geworden.

15 Versicherer im Kantinen-Check

In den Betriebs- und Mitarbeiterrestaurants können Konzerne beweisen, wie nachhaltig und modern sie sind. Die Versicherungsbranche, die traditionell viel für ihre Mitarbeiter tut, aber auch im verschärften Wettbewerb um Fachkräfte steht, tut sich hier besonders hervor. DAS INVESTMENT hat einen exklusiven Blick in die kulinarischen Welt der größten deutschen Versicherer genommen und den Unternehmen die Möglichkeit gegeben, in einer umfangreichen Abfrage ihr Konzept zu präsentieren und die Renner auf der Speisekarte zu nennen. 15 von 20 angefragten Unternehmen nahmen teil. Die Darstellung erfolgt in alphabetischer Reihenfolge.

Auffällig sind die vielen Gemeinsamkeiten. Fast alle Versicherer bieten auch an kleineren Standorten ein kulinarisches Angebot, das oft über eine Mittagsverpflegung hinausreicht. Manche Kantinen erinnern an regelrechte Food-Welten, die man eher im Urlaub vermuten würden. Andere warten mit Barista-Bars auf. Die Speisenauswahl ist enorm vielfältig. Vegetarische und vegane Gerichte spielen überall eine wichtige Rolle, ebenso ein saisonales und regionales Angebot. Trotzdem ist bei fast allen Marktteilnehmern die Currywurst mit Pommes Frites das beliebteste Gericht.

Hinzu kommt, dass bei allen Versicherern eine Subventionierung durch den Arbeitgeber stattfindet. Das Preisniveau ist im Vergleich zur Außenwelt niedrig. Sehr unterschiedlich wird mit der Frage umgegangen, ob die Kantinen in Eigenregie oder durch externe Caterer geführt werden.