Kapitalgedecktes Musterprodukt

Konzept einer „Deutschlandrente“ stößt auf Kritik

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Wie die F.A.Z. berichtet haben die hessischen Landesminister Tarek Al-Wazir (Grüne), Stefan Grüttner und Thomas Schäfer (beide CDU) eine Idee für eine sogenannte „Deutschlandrente“ erarbeitet. Sie soll als kapitalgedeckte Vorsorge die private und betriebliche Altersvorsorge ergänzen. „Der Kern, eine marktferne und gemeinwohlorientierte Anlagemöglichkeit zu schaffen, ist gut“, sagt etwa die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Katja Mast in der F.A.Z.

Das Konzept sieht vor, dass Arbeitnehmer automatisch Beiträge in einen „Deutschlandfonds“ überweisen, in dem das Geld nach gesetzlichen Vorgaben verwaltet wird. Raus aus der Nummer kommt nur, wer das ausdrücklich beantragt (Opt-out).



Kritik an diesem Konzept übt unter anderem Manfred Laux, langjähriger Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Investment- und Asset-Managementgesellschaften (BVI). Die Sparer könnten dabei nicht entsprechend ihrer persönlichen Situation und ihres Risikoprofils anlegen, sondern würden quasi ein Angebot von der Stange erhalten.

Außerdem könnte ein solcher Staatsfonds politische Begehrlichkeiten wecken und für zweckfremde Projekte missbraucht werden.

Weitere Kritik an dem Konzept können Sie hier nachlesen.

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