DAS INVESTMENT: Frau Seiler, Ihr Frauen-Fonds ist jetzt drei Jahre am Markt. Wie fällt Ihre persönliche Bilanz aus?

Katharina Seiler: Mit Blick auf die Wertentwicklung waren die vergangenen drei Jahre eine echte Achterbahnfahrt. Wir sind im Januar 2022 mit dem Fonds gestartet, also kurz vor dem Beginn des Ukraine-Kriegs. Im Portfolio hatten wir seinerzeit Europa übergewichtet, einfach weil wir dort mehr Unternehmen mit guten Nachhaltigkeitswerten gefunden hatten. Der Ukraine-Krieg und seine Folgen haben unser Portfolio daher stark getroffen. Wir haben schnell reagiert und die Situation stabilisiert – aber dann kam der KI-Boom, dessen letztliche Wucht wir etwas unterschätzt hatten.