Katholiken hinken den Sündern hinterher

2007 war wieder ein sündiges Jahr. Wie schon in den drei Jahren zuvor liegt der katholische Fonds Ave Maria Catholic Values von Schwartz Investment Counsel auch 2007 in der Performance weit hinter dem sündigen Gegenspieler Vice Fund von Mutuals.com zurück.

Seit Jahresbeginn erzielten die Katholiken einen Wertverlust von rund 2,3 Prozent. Dagegen legte der Vice Fund in dem gleichen Zeitraum um rund 20 Prozent zu.

Die Fondsmanager des Ave Maria, George Schwartz und Gregory Heilman von Schwartz Investment, investieren unter anderem in Finanztitel, ins Gesundheitswesen und Industriegüter. Wichtig dabei ist, dass die Unternehmen moralisch einwandfrei agieren und mit dem katholischen Glauben in Einklang gebracht werden können. Im Portfolio befinden sich Titel wie Gentex Corporation und Legg Mason.

Dagegen investieren die Fondsmanager Charles Norton und Allen Gillespie von Mutuals.com für den Vice Fund in Titel, die moralisch bedenklich sind. Schwerpunkt der Investitionen sind Tabakunternehmen wie British American Tobacco, Alkoholproduzenten wie Diageo sowie Unternehmen aus dem Bereich Glücksspiel und Pornografie.

Während der katholische Fonds mit aktuell 279 Millionen US-Dollar ein bedeutend größeres Volumen aufweist. Nähert sich der Gegenspieler dieser Summe immer mehr an. Derzeit beträgt das Fondsvolumen rund 177 Millionen US-Dollar. Anfang 2004 hatte der Vice Fund ein Volumen von nur 9 Millionen US-Dollar, der Ave Maria jedoch schon 152 Millionen US-Dollar eingesammelt.

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