Aktualisiert am 27.03.2020 - 13:31 UhrLesedauer: 1 Minute

Keine Bewährung für Gerhard Gribkowsky Ex-Bayern-LB-Chef bleibt im Gefängnis

Der ehemalige BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky bleibt im Gefängnis. Die Strafvollstreckungskammer des Landgerichts München lehnte einen Antrag des 57-Jährigen auf Umwandlung der verbliebenen Haftstrafe in Bewährung ab.

Gribkowsky war im Juni 2012 zu achteinhalb Jahren Gefängnisstrafe wegen Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung vorgeworden verurteilt worden: Der ehemalige Risikovorstand hatte den Verkauf der BayernLB-Anteile an der Rennsportserie Formel 1 zu verantworten. Er soll 2006 von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone 44 Millionen Dollar Bestechungsgelder kassiert und die Beteiligung daraufhin an das von Ecclestone favorisierte Finanzunternehmen CVC verkauft haben. Der Prozess gegen Ecclestone wurde nach Zahlung einer Geldauflage eingestellt.

Im Februar hat Gribkowsky seinem ehemaligen Arbeitgeber BayernLB bereits eine größere Entschädigungssumme gezahlt. Jetzt hat er die Hälfte seiner bis 2019 laufenden Haftstrafe verbüßt und hoffte freizukommen – vergeblich. Seit Oktober 2013 ist Gribkowsky Freigänger und kann das Gefängnis München Stadelheim tagsüber verlassen. Er berät nebenher den Baukonzern Strabag.

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