Deutschland hat einen Staatsfonds, auch wenn ihn kaum jemand kennt. Er heißt Kenfo, die Abkürzung steht für Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung, und er hat einen ungewöhnlichen Auftrag: Aus dem Geld, das die Betreiber der Atomkraftwerke 2017 einzahlten, soll er über Jahrzehnte die Kosten der Atommüll-Lagerung erwirtschaften. Dafür legt ein rund 50-köpfiges Team in Berlin heute rund 25,6 Milliarden Euro am Kapitalmarkt an, breit gestreut und renditeorientiert. Es ist Deutschlands erster und bislang einziger Staatsfonds.