Kinderbetreuungskosten von der Steuer absetzen

Urteil: Wer bar zahlt, hat verloren

//

Ein berufstätiges Ehepaar beschäftigte während seiner Arbeitszeit eine Teilzeitkraft, die ihr damals dreijähriges Kind betreute. Das Gehalt - 300 Euro monatlich - erhielt die Teilzeitkraft bar gegen Unterzeichnung einer Quittung. Eine Rechnung legte sie ebenfalls nicht vor. Als das Paar die Betreuungskosten von der Steuer absetzen wollte, weigerte sich das Finanzamt, diese anzuerkennen.

Zu Recht, entschied der Bundesfinanzhof, der die Klage des Paars gegen die Finanzverwaltung bearbeitete. In ihrem Urteil (Aktenzeichen: III R 63/13) verwiesen die Richter darauf, dass die Kinderbetreuungskosten nur dann als abzugsfähige Sonderausgabe gelten, wenn der Betreuer eine Rechnung stellt und die Eltern das Geld auf sein Konto überweisen.

Ob der Betreuer in Vollzeit oder Teilzeit beschäftigt ist, spiele dabei keine Rolle, erklärten die Richter. Den Vorwand der Kläger, dass Barzahlungen bei geringfügigen Beschäftigungen an der Tagesordnung sind, ließ der Bundesfinanzhof damit nicht gelten. Denn der Sinn der gesetzlichen Regelung sei der Schutz vor Schwarzarbeit - und dieser könne nur durch ordnungsgemäße Rechnungen und Kontobelege gewährleistet werden. 

Mehr zum Thema