Klaus Kaldemorgen, Sprecher der DWS-Geschäftsführung

Klaus Kaldemorgen, Sprecher der DWS-Geschäftsführung

Klare Lösungen für klare Probleme: DWS ist Lipper-Preismeister

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„Die Zeit der Hochfrequenzinnovation ist vorbei“, lautet die Ansage von Ingo Gefeke, der das weltweite Vertrieb- und Produktmanagement bei der DWS leitet.

Nur noch klar definierte Produktbedürfnisse will die Fondgesellschaft künftig bedienen. Trendfonds, Schwellenländerfonds und Altersvorsorgeprodukte nennt Gefeke als Beispiele. Klare Lösungen für klare Probleme sollen es sein.

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Gefekes Ansage knüpft nahtlos an das an, was die DWS bereits im abgeschlossenen Geschäftsjahr konsequent durchgezogen hat: Flopswie einige 130/30-Aktienfonds flogen nach nur kurzer Zeit wieder aus der Produktpalette. Eine ganze Reihe Fonds wurde entweder mit anderen ähnlichen Fonds verschmolzen oder sogar geschlossen. Lediglich gut 20 neue Produkte kamen dagegen hinzu.

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Und trotzdem ist die DWS mit rund 108 Milliarden Euro Deutschlands größte Publikumsfondsgesellschaft. Nicht zuletzt lag das auch an den knapp 6 Milliarden Euro, die 2009 in DWS-Aktienfonds flossen.

An Qualität mangelt es jedenfallsnicht. Bei den diesjährigen Lipper-Awards sahnte die DWS in diesem Jahr satte 13 Preise ab. Kein Konkurrent hat mehr. Darunter war auch der Award für die nicht gerade unbedeutende Kategorie „Bester deutscher Aktienfonds“, den Fondsmanager Tim Albrecht mit seinem DWS Deutschland gleich zweimal – im Drei- und Fünf-Jahres-Vergleich – abräumte.

Kein Einzelfall: Laut einer Studie der Analysegesellschaft FWW schnitten fast zwei von drei DWS-Aktienfonds in den vergangenen zehn Jahren besser ab als ihre Benchmark.

Als einen wichtigen Schritt in die Zukunft betrachtet man bei DWS den nach Asien. „Nach derzeitigen Prognosen wird das Publikumsfondsvolumen in China in weniger als zehn Jahren das in Deutschland überflügeln“, meint Gefeke hierzu.

Ab in die Mitte

Um sich rechtzeitig in den Finanzzentren der Mitte zu etablieren, arbeitet DWS inzwischenengmit dem lokalenVermögensverwalter Harvest (deutsch: Ernte) zusammen. Mit einem verwalteten Vermögen von umgerechnet 20 Milliarden Euro ist Harvest der drittgrößte Vermögensverwalter Chinas – und die DWS ist zu 30 Prozent beteiligt.

Dass der DWS Invest Chinese Equities bei den Lipper Awards zumbesten China-Fonds über drei Jahre gekürtwurde, ist bereits mit der Verdienst der Chinesen. Sie managen den Fonds zwar erst seit Herbst 2009 offiziell. Als sogenannter Subadviser waren sie aber schon zuvormit für den Fonds verantwortlich.



Ebenfalls in Richtung Sonnenaufgang zieht es den Aktienfonds Top 50 Asien mit Fondsmanager Thomas Gerhardt im Führungshaus. Er wählt aus den Märkten in ganz Asien und der Pazifik-Region – also inklusive Japan, Australien und Neuseeland – die 50 interessantesten Aktien aus. Das hat er so erfolgreich gemacht, dass Lipper seinen Fonds zum besten Asien-Pazifik- Aktienfonds über fünf und zehn Jahre gewählt hat.

Fortsetzung wird wohl folgen. Denn der DWS-Zug in Richtung Osten hat definitiv Fahrt aufgenommen.

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