Klarheit bei Kündigung älterer Lebensversicherungen

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Nach der Kündigung einer Lebensversicherung wurde in den letzten Jahren häufig darüber gestritten, wie viel Geld die Kunden zurückerhalten. Mit einem Urteil aus dem Juli 2012, das durch eine weitere Entscheidung im September 2013 bestätigt wurde, schafft der Bundesgerichtshof (BGH) Klarheit. Für Policen, die 2001 bis 2007 abgeschlossen und später gekündigt wurden, müssen die Versicherer den Kunden mindestens die Hälfte der eingezahlten Beiträge plus Zinsen zurückzahlen. 

Nach der Beschwerdeflut Anfang des Jahres sorgt die Bestätigung des Gerichtsurteils nun für Entspannung. Die unabhängige Schlichtungsstelle habe in den ersten drei Quartalen 2013 bei Lebens- und Rentenversicherungen rund 700 gütliche Einigungen herbeigeführt, so die Nachrichtenagentur dpa. Im gesamten Jahr 2012 waren es lediglich 550. Auch die Anzahl der Beschwerden sei zurückgegangen, erklärt der Versicherungsombudsmann Günter Hirsch gegenüber dpa.

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