Klaus Kaldemorgen

Klaus Kaldemorgen

Klaus Kaldemorgen: "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir unser Versprechen einlösen"

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Kaldemorgen über seinen neuen Fonds DWS Concept Kaldemorgen (WKN: DWSK00)

"Investoren freuen sich über die Chancen, die ihnen die Aktienmärkte bieten; mit den damit verbundenen Risiken wollen sie jedoch nichts zu tun haben. Fondsanbietern haben Anlegern demnach Produkte mit asymetrischem Risikoprofil anzubieten: Sie haben einerseits für gesunde Chancen bei freundlichen Märkten zu sorgen und andererseits einen Schutz bei fallenden Kursen sicherzustellen. Das funktioniert mit dem Einsatz von Derivaten und Short-Positionen (...) Das ist das Konzept des Fonds, und dafür stehe ich mit meinem Namen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir unser Versprechen einlösen."

Kaldemorgen über eine kommende Inflation

"In den kommenden Jahren wird Inflation zwangsläufig ein großes Thema – vielleicht nicht dieses Jahr, aber sicherlich in zwei oder drei Jahren. In den vergangenen zehn Jahren konnten sich die Zentralbanken eine allzu lockere Geldpolitik leisten, weil von China und den Schwellenmärkten deflationäre Effekte ausgingen: Aufgrund der niedrigen Arbeitskosten konnten die Schwellenländer immer billigere Produkte herstellen. Dieser Trend ist nun vorbei. Nicht nur dass die Löhne in den  Emerging Markets dramatisch steigen, auch die Rohstoffpreise ziehen an – Lebensmittelpreise geraten gar außer Kontrolle. Gleichzeitig sehen sich die Zentralbanken gezwungen ihre lockere Geldpolitik beizubehalten, um die Regierungen vor ihren Schuldenproblemen zu retten."

Güterpreise und Rohstoffe werden teurer, Löhne werden letztendlich folgen und wir haben riesige Geldmengen, die darauf warten, in die Realwirtschaft zu fließen: Das alles wird schlussendlich zu einer höheren Inflation führen."

Kaldemorgen über die Eurokrise

"Griechenland, Irland und Portugal vereinen zusammen sechs Prozent der Wirtschaftsleistung der Eurozone auf sich. Die Probleme dieser Länder können von den anderen Eurostaaten geschultert werden. Wenn jedoch Spanien oder Italien in die Krise rutschen, wäre das wesentlich dramatischer. Wenn also die großen Euroländer zusammenhalten und sich gemeinsam um ihre Schuldenprobleme kümmern, ist alles fein."

„Europa ist die erste größere Region weltweit, die sich der Schuldenproblematik annimmt und Lösungen erarbeitet. Was das europäische Schuldenproblem angeht bin ich demnach weniger pessimistisch als andere internationale Investoren."

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