Lesedauer: 2 Minuten

Klaus Müller Warum der VZBV-Chef die Deutschlandrente unterstützt

Klaus Müller ist Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Foto: © vzbv
Klaus Müller ist Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Foto: © vzbv
„Das ist wirklich eine lohnenswerte Idee“, zitiert die Frankfurter Allgemeine Zeitung Klaus Müller. Der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (VZBV) lobt damit den Plan des grün-schwarzen Ministertrios, die bestehenden Modelle zur Förderung der privaten Altersvorsorge durch ein kostengünstiges Standardprodukt zu ergänzen.

Dem gehe zunächst aber eine „ungemütliche Debatte“ voraus: Eine solche Systemumstellung werde Jobs vieler Finanzvermittler kosten, gibt Müller zu. „Sie kann sicher auch Auswirkungen auf Arbeitsplätze haben.“ Außerdem werde mit einem einheitlichen Fonds der Wettbewerb ausgehebelt.

Wettbewerb treibt Vertriebskosten

Müller meint aber, bei Produkten zur Altersvorsorge treibe der Konkurrenzkampf die Kosten der Anbieter unnötig in die Höhe: „Ein solches Modell würde Effizienzgewinne bringen, weil Werbung und Vertrieb nicht notwendig sind. So wäre eine simple Anlagestrategie möglich, die auf günstige Kosten setzt“, so sein Urteil zur Deutschlandrente.

Nach der Bundestagswahl sollte ein Gesetz möglichst im überparteilichen Konsens erarbeitet werden, wünscht sich Müller (Bündnis 90/Die Grünen), der von 2000 bis 2005 Umwelt- und Landwirtschaftsminister des Landes Schleswig-Holstein war. Die Bundestagsfraktion seiner Partei bringt das Thema schon in der laufenden Legislaturperiode ins Parlament ein.
Tipps der Redaktion
Versichererverband GDV"Deutschlandrente kann nicht einfach und sicher sein"
BVK-Chef„Deutschlandrente würde zu enormen Verwerfungen im Markt führen“
Assekuranz-Chef von Fondskonzept „Trotz Deutschlandrente könnten Berater neue Kunden gewinnen“
Mehr zum Thema