Kleine Schwellenländer überholen die Bric-Riesen

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39 Prozent hatten die Wertpapiere kleinerer Schwellenländern den Aktien der vier Wirtschaftsriesen Brasilien, Russland, Indien und China im Voraus. Das ergab eine Marktanalyse von State Street Global Advisors, die die Wertentwicklung der Schwellenmarkt-Papiere zwischen Januar 1997 und März 2011 untersuchte.

Besonders deutlich haben sich Länder wie Chile, Kolumbien, die Tschechische Republik, Ägypten, Ungarn, Israel, Peru, Polen, die Philippinen, Thailand und die Türkei seit der Jahreswende 2008/2009 von den Bric-Staaten abgesetzt.

Auch wenn die Risiko-Abschläge bei den Schwellenmarkttiteln im Vergleich zu Aktien aus den Industrieländern mittlerweile nicht mehr so hoch sind wie noch vor einigen Jahren, seien die Aktienmärkte in den Schwellenländern noch weit von einer Blase entfernt, erklärt Chris Laine, Aktien-Spezialist bei State Street Global Advisors. Denn die Risiken in den sogenannten aufstrebenden Ländern gehen ebenfalls zurück.

„Ökonomen rechnen in Zukunft mit einer relativ geringen Staatsverschuldung der Schwellenländer bei einem Wachstum, das 4 bis 5 Prozent über dem der G-10-Staaten liegt“, sagt Laine. Daher bergen die Aktienmärkte in den heutigen aufstrebenden Ländern hohes Ertragspotenzial. 

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