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Hadiza Ibrahim Mailafi, Umweltministerin Nigerias, bei ihrer Rede beim Klimagipfel in Doha. Foto: Getty Images

Hadiza Ibrahim Mailafi, Umweltministerin Nigerias, bei ihrer Rede beim Klimagipfel in Doha. Foto: Getty Images

Klimagipfel von Doha: „Es ist eine Schande“

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Die zweiwöchige Klimakonferenz in Doha ging am vergangenen Samstag zu Ende. Doch die großen Überraschungen blieben aus. Das Kyoto-Protokoll geht in die zweite Runde und wird nun bis zum Jahr 2015 gültig sein. Keiner der Staaten sah dabei aber die Notwendigkeit, sich ambitioniertere Ziele zu setzen.

Als Hauptgrund hierfür macht der World Wildlife Fund (WWF) die politische Bedeutung einiger weniger Staaten aus. Dazu sagt Eberhard Brandes, Vorstand des WWF in Deutschland: „Größere Klima-Fortschritte hat der Mangel an politischem Willen wichtiger Staaten wie der USA, Kanada und Russland verhindert.“

Entwicklungsländer werden weiterhin von den Industrienationen finanziell beim Klimaschutz unterstützt. Die Zusagen sind allerdings nur vage. Ein Klimafonds, wie er häufig gefordert wird, wurde nicht eingerichtet.

Auch Alfred Platow, Vorstandsvorsitzender der auf umweltgerechte Anlageprodukte spezialisierten Investmentgesellschaft Ökoworld, ist mit den Entschlüssen der Konferenz nicht zufrieden. „Das Ergebnis steht in keinem Verhältnis zum Ernst der Lage und ist von einem Durchbruch Lichtjahre entfernt. Ein Weltklimavertrag, bei dem sich alle Länder verpflichten sollen, ist erst ab 2020 geplant. Es ist eine Schande, dass die Weltgemeinschaft sich trotz der rasant voranschreitenden Erderwärmung nicht zu mehr als Lippenbekenntnissen für den Klimaschutz hinreißen lässt.“

In den Dokumenten finden sich tatsächlich keine konkreten Zahlen für die Zeit bis 2020. Die Entwicklungsländer sind enttäuscht: „Wir können nicht hier weggehen und eine Finanzierungslücke haben", erklärte Verhandler Pa Ousman aus Gambia am Freitagabend - und forderte eine Perspektive, um zumindest im Jahr 2015 auf die Summe von 60 Milliarden US-Dollar zu kommen, schreibt der „Spiegel“.

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