Wie viel wird uns der Klimawandel kosten? Wer soll für die <br> Gegenmaßnahmen bezahlen? Quelle: Fotolia

Wie viel wird uns der Klimawandel kosten? Wer soll für die
Gegenmaßnahmen bezahlen? Quelle: Fotolia

Klimaverhandlungen: WWF fordert innovative Finanzierung

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Seit heute treffen sich Delegierte aus über 190 Staaten zu Klimaverhandlungen in Bonn. Die Verhandlungen während des Treffens gelten als Weichenstellung für die nächste Weltklimakonferenz im südafrikanischen Durban Ende dieses Jahres. Dort soll ein Nachfolgeabkommen für das auslaufende Kyoto-Protokoll verabschiedet werden.

Die Umweltorganisation WWF fordert am Rande des Bonner Gipfels, dass konkrete Finanzierungsmodelle für den so genannten Green Climate Fund gefunden werden. Die Staaten hatten auf der letzten Weltklimakonferenz im mexikanischen Cancún im Dezember 2010 einen Fonds verabredet, der Entwicklungsländer bei der Senkung ihrer Emissionen hilft. Jährlich soll eine noch festzulegende Summe in den Fonds fließen. 2020 soll er 100 Milliarden US-Dollar stark sein.

Der WWF befürchtet, dass aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten vieler Industriestaaten dieses Ziel nicht mit Geldern der Staatshaushalte erreicht werden kann. Es müssten innovative Finanzquellen diskutiert werden, beispielsweise eine Abgabe für den Luft- und Seeverkehr oder eine Finanztransaktionssteuer.

Der Ausgang für die Finanz- und Wirtschaftsmärkte ist noch offen. Gestritten und diskutiert wird derzeit viel: Die Energiewende wird ein holpriger Weg für Investoren, ist sich Steven Falci sicher. Er ist leitender Portfolio-Stratege für nachhaltige Investments bei der irischen Investmentboutique Kleinwort Benson Investors.

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