Klimawandelfonds machtlos gegen Erderwärmung

Klimawandelfonds tragen nicht zum Umweltschutz bei. Zu diesem Ergebnis kommt der US-Branchendienst Social Funds, der sich auf nachhaltige Investmentfonds spezialisiert hat. Der Grund: Das verwaltete Vermögen dieser Produkte sei zu gering.

In diesem Jahr haben unter anderem die DWS, Schroders, F&C, HSBC Investments und ING Investment Managers Klimawandelfonds aufgelegt. Diese investieren vor allem in Unternehmen, die Technologien gegen die Erderwärmung entwickeln. „Das Ziel dieser Fonds ist gut“, zitiert Social Funds den Chef des US-Beratungsunternehmens Clean Edge. „Aber die Anleger sollten verstehen, dass ihr Geld die steigende Konzentration von Treibhausgasen in der Erdatmosphäre nicht verändern wird.“

Der Chef des britischen Analysehauses New Energy Finance, das die Branche für saubere Energien betrachtet, stimmt zu. Im Jahr 2007 seien 100 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung sauberer Energietechnologien geflossen; die Marktkapitalisierung der gesamten Branche liege bei 500 Milliarden US-Dollar. „Daher sind ein oder zwei Milliarden, die der Branche (durch Fonds, Anm. d. Red.) mehr zufließen, nicht gerade wesentlich“, zitiert Social Funds den Chef von New Energy Finance, Michael Liebreich.

Social Funds zufolge kann nur die Politik den Klimawandel stoppen. Dabei könne die Fondsbranche versuchen, einen Beitrag leisten – zum Beispiel durch Eingaben an die Gesetzgeber.

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