Ölförderung in den USA: Anleihen von nordamerikanischen Öl- und Gasunternehmen bescherten dem Inprimo-Fonds knapp 70 Prozent Verlust. Foto: Getty Images

Ölförderung in den USA: Anleihen von nordamerikanischen Öl- und Gasunternehmen bescherten dem Inprimo-Fonds knapp 70 Prozent Verlust. Foto: Getty Images

Knapp 70 Prozent im Minus

Inprimo Invest wickelt Hochzinsanleihen-Fonds für Öl und Gas ab

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Im Juni 2015 gab Inprimo die Auflegung seines Hochzinsanleihenfonds E&P Structured High Yield bekannt. „Unser Fonds ist interessant für alle, die mit einer Erholung des Ölpreises rechnen, dabei aber nicht das Risiko von Aktien- und Spotmärkten nehmen und von laufenden Erträgen profitieren wollen“, erklärte damals Geschäftsführer Oliver Brandt.

Doch die erhoffte Erholung traf nicht ein. Vielmehr rauschte der Ölpreis in den Keller und zog den Fonds, der auf Anleihen nordamerikanischer Öl- und Gasfirmen setzte, mit. Seit seiner Auflegung rutschte der Fonds knapp 70 Prozent ins Minus. Nun wickelt Inprimo das Produkt ab: Zum 31. August soll der Fonds, der zuletzt nur noch 1,3 Millionen Euro verwaltete, aufgelöst werden. 

„Beim investierten Geld handelt es sich zum allergrößten Teil um Mittel unserer Gesellschafter", zitiert Fondsprofessionell den Inprimo-Chef Brandt. Darum sei der Unternehmensspitze die Entscheidung für einen „schnellen Schlussstrich“ leicht gefallen. Es sei besser als die weitere Entwicklung abzuwarten und Managementkapazitäten zu binden.

Inprimo Invest firmierte früher als Johannes Führ Asset Management. Nach dem Weggang des Gründers Johannes Führ entschied sich das Unternehmen im Sommer 2014 für eine Namensänderung

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