Knast für Kiener: Hedgefonds-Betrüger muss für knapp 11 Jahre hinter Gitter

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Das Landgericht Würzburg hat sein Urteil im Fall des Hedgefonds-Betrügers Helmut Kiener gefällt. Der Aschaffenburger Diplom-Psychologe und zweifache Vater muss für 10 Jahre und 8 Monate ins Gefängnis. Damit blieb das Gericht knapp unter der Forderung der Staatsanwaltschaft zurück, die aufgrund der gezielten Betrügereien mehr als 12 Jahre Haft für angemessen hielt.

Kiener hat die beiden Großbanken Barclays und BNP Paribas über Jahre hinweg mit einem Schneeballsystem um mehr als 200 Millionen Euro gebracht. Auch mehrere Tausend Privatsparer haben über Zertifikate und Genussscheine ihr Geld in die K1-Fonds gesteckt. Insgesamt beträgt der durch Kiener verursachte Schaden nach Angaben der Staatsanwaltschaft rund 345 Millionen Euro.

Der Prozess gegen den Kiener dauert bereits seit Anfang März an. Betrug, Urkundenfälschung, Steuerhinterziehung: Die Anklageschrift, die den 52-Jährigen des Betrugs, sowie der Urkundenfälschung und der Steuerhinterziehung beschuldigt, umfasst 630 Seiten.

Kieners Komplize Claus Z., der als Buchhalter für Kieners "K1-Fonds" Belege gefälscht hatte, muss für drei Jahre und neun Monate ins Gefängnis.

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