Ursula von der Leyen, CDU

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Koalition einigt sich auf Lebensleistungsrente

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40 Jahre müssen die Empfänger der Lebensleistungsrente in die gesetzliche Rentenversicherung mindestens eingezahlt haben. Außerdem müssen sie eine private Altersvorsorge vorweisen können, etwa eine Riester-Rente. Dann gibt es vom Staat einen Zuschlag auf die Grundsicherung im Alter. So wollen die Regierungsparteien die Altersarmut bekämpfen und den Betroffenen den Gang zum Sozialamt ersparen.

Wie viel Geld es vom Staat gibt, muss noch geklärt werden. Von bis zu 850 Euro ist die Rede. Der Zuschuss soll aus Steuermitteln finanziert werden. 

„Die Beschlüsse sind ein großer Fortschritt zur Absicherung von Geringverdienern, die ein Leben lang fleißig in die Rentenkasse eingezahlt haben. Sie sind sehr gut für Frauen, die Kinder erzogen oder Ältere gepflegt haben“, sagt Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen. „Unser Anliegen war, dass diese Menschen, die ein Leben lang Verantwortung übernommen, gearbeitet und in den Generationenvertrag eingezahlt haben, am Ende des Tages eine eigene Rente aus der Rentenversicherung haben. Für Menschen, die 40 Jahre eingezahlt haben, ist das Sozialamt der falsche Ort."

Von der SPD kommt Kritik am neuen Konzept. Parteichef Sigmar Gabriel gibt etwa zu bedenken, dass Geringverdiener selten Geld übrig haben, um privat fürs Alter vorzusorgen.

Inkraftreten soll die Lebensleistungsrente im Spätsommer 2013.

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