König & Cie.: Rabatt für Policenfondsanleger

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„Wir ziehen nicht den Kopf ein, sondern tun, was in unserer Macht steht.“ Johannes Bitter-Suermann, Geschäftsführender Gesellschafter von König & Cie. gab sich gegenüber DAS INVESTMENT.com kämpferisch, als sich Anfang Juni der Kollaps des ersten geschlossenen Policenfonds abzeichnete. Jetzt gibt es ein Trostpflaster für die Anleger – aber nicht ganz umsonst.

Hintergrund: Die Policendepots von zwei notleidenden König-Fonds – Deutsche Leben und Deutsche Leben II – sollen verkauft werden, so der Beschluss der Gesellschafter. Bislang sind noch keine Rückflüsse zu verzeichnen, teilt König & Cie mit. Gäbe man die Policen den Versicherungen zurück, würden diese rund 46 Prozent der Anlegereinlage auszahlen. Bitter-Suermann bekräftigt aber die Einschätzung, die er im Juni gegeben hatte: „Wir gehen weiterhin davon aus, dass wir durch den Verkauf ein besseres Ergebnis erzielen und der Gesamtkapitalrückfluss einschließlich Einkommensteuervorteilen für Anleger im Mittel bei 75 Prozent liegt.“ 

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ls weiteres Zeichen des Entgegenkommens gewährt das Emissionshaus nun einen Rabatt, wenn Anleger erneut investieren. Zur Auswahl steht der König-Fonds Investmentportfolio II oder ein beliebiger Schiffsfonds des Emissionshauses. Wenn der Beitritt  bis zum 31. Dezember 2009 erfolgt, erlässt das Emissionshaus beim Schiffsinvestment 20 Prozent der Zeichnungssumme, beim Investmentportfolio II sind es 15 Prozent. „Im Gegenzug verpflichtet sich der Anleger, auf vertragliche und gesetzliche Ansprüche im Zusammenhang mit der Beteiligung am (Deutsche Leben I und II, d. Red.) Fonds gegenüber König & Cie., KCT (König & Cie. Treuhand GmbH) und dem Vermittler zu verzichten“, heißt es im zugrundeliegenden Vertrag.

Anleger, denen das Angebot von ihrem Berater vorgelegt wurde, reagierten positiv, ließ König & Cie. DAS INVESTMENT.com wissen. Allerdings seien bislang noch keine Verträge abgeschlossen worden. Das Emissionshaus erntet Anerkennung dafür, dass es sich überhaupt auf die Anleger zubewegt, doch es gibt auch kritische Stimmen: Von einigen Fondsgesellschaftern wird moniert, dass sehr sicherheitsorientierten Policenfonds-Anlegern die Beteiligung an einer andere Asset- und Risikoklasse angeboten würde. Außerdem müssten sich Vertragsunterzeichner darüber im Klaren sein, dass sie auf alle Rechte gegenüber Emissionshaus, Treuhand und Berater in Bezug auf die Deutsche-Leben-I und -II-Fonds verzichten.

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