König & Cie: Zweiter Policenfonds wird abgewickelt
Alternativ zur Abwicklung hatte die Fondsgeschäftsführung den Teilverkauf und die Fortführung des profitablen Portfoliobestandteils (488 Policen, rund 36 Prozent) empfohlen. Dieser Vorschlag fand bei den Gesellschaftern keine Mehrheit. Zuvor hatte sich das Emissionshaus bereit erklärt, wie beim „Deutsche Leben 1“ weiterhin auf sämtliche Gebühren zu verzichten und alle externen Beratungskosten zu übernehmen.
Ohne jedes Handeln wäre der Fonds ab November dieses Jahres in die Insolvenz geschlittert. Grund: Die Zinsen für das Fremdkapitaldarlehen liegen bei 5,15 Prozent, die Rendite von knapp zwei Drittel der im Portfolio befindlichen Policen (insgesamt 844) liegt mit im Schnitt 4,39 Prozent deutlich darunter. Der Fonds war 2005 platziert worden, seine Laufzeit war ursprünglich bis zum Jahr 2019 prospektiert.
Noch unklar ist das Ergebnis der Auseinandersetzung mit dem Partner Cash-Life, der die Policen für das Portfolio im Auftrag von König & Cie aus dem Markt gekauft und bereitgestellt hat. Für Cash-Life stehen mit der Fondsabwicklung die Einnahmen aus der Betreuung des Portfolios (Servicing Fees) zur Disposition.
Das Portfolio des Policenfonds „Deutsche Leben 3“ wird derzeit nach Aussagen von König & Cie ebenfalls geprüft. Das Ergebnis, so Bitter-Suermann, soll bis Ende Juli vorliegen.
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