Egon Wachtendorf, verantwortlicher Redakteur DER FONDS

Egon Wachtendorf, verantwortlicher Redakteur DER FONDS

Kommentar: Ein kleines bisschen Sicherheit?

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Früher war nicht alles besser – aber berechenbarer. Hatten Geldanleger eine Summe X zusammengespart, konnten sie diesen Betrag bequem und kostenfrei in Staatspapieren deponieren und sich Jahr für Jahr 6 oder 7 Prozent auszahlen lassen, ohne das Kapital anzugreifen.

Heute müssen sie froh sein, wenn ihnen die Finanzagentur des Bundes nicht aufgrund neuer Gesetze ihr Konto kündigt, und Zinsen gibt‘s auch keine mehr.

Nur gut also, dass die britische Fondsgesellschaft Schroders seit 2010 ihren Klassiker Schroder Emerging Markets Debt Absolute Return auch mit einer Ausschüttungsrendite von 7 Prozent anbietet.

Angesichts der regen Nachfrage hat Schroders die Palette entsprechender Tranchen inzwischen beträchtlich erweitert. Auch Konkurrenten wie JP Morgan, Fidelity oder Sauren springen auf diesen Zug. Für Kunden, die mit regelmäßigen Zahlungsströmen aus ihren Investments rechnen, eine bequeme Sache.

Nur: Mit Rendite hat das wenig zu tun. Letztlich handelt es sich um nichts anderes als einen herkömmlichen Auszahlplan, den die Branche seit Jahrzehnten im Angebot hat und den jeder Anleger nach seinen individuellen Bedürfnissen gestalten kann.

Der Unterschied: Wer einen solchen Plan nutzt, weiß in der Regel, dass er in manchen Jahren von der Substanz lebt. Wissen Käufer des Schroder Emerging Markets Debt Absolute Return, der 2011 knapp ein Prozent an Wert verlor, das auch?

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