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Marcus Laube, Gründer und Geschäftsführer des Fintechs Crossinx. Das Unternehmen bietet Lösungen für den elektronischen Austausch von Rechnungs- und Bestelldokumenten sowie die Abwicklung der dokumentenbasierten Finanz- und Geschäftsprozesse zwischen Unternehmen, Kunden und Lieferanten.

Kommentar zu Bundesbank-Plänen „Regulatorischer Hammer gegen Fintechs ist Unsinn“

In der vorigen Woche hat sich Bundesbank-Präsident Jens Weidmann für eine Regulierung der noch jungen Finanztechnologie-Branche ausgesprochen. Mit dieser Forderung verfolgt er ein klares Ziel: Die Bundesbank will ein umfassendes Bild der Geschäfte von Fintechs gewinnen, um festzustellen, ob und in welcher Weise sie eine Bedrohung für die Finanzstabilität sein könnten. Doch was macht laut Bundesbank ein Fintech aus? Und ist eine solche Regulierung überhaupt sinnvoll?

Kommentar aus der Fintech-Praxis

Es ist völlig unsinnig von der Bundesbank, mit dem regulatorischen Hammer zu kommen. Fintech ist nicht gleich Fintech. Es muss eine Unterscheidung erfolgen. Beispielsweise muss ein Fintech, welches Finanzprodukte vermittelt, anders behandelt werden als eines, das eigene Finanzprodukte anbietet. Auch muss man unterscheiden zwischen Angeboten an Privatkunden und Geschäftskunden. 

Um den Markt besser verstehen zu können, sollte sich die Bundesbank lieber mit den Fintechs an einen Tisch setzen. Die Bereitschaft der Fintechs dazu ist sicher vorhanden, da sie nicht grundsätzlich eine Regulierung ablehnen. Sie muss nur den verschiedenen Aspekten und Geschäftsmodellen Rechnung tragen.

Die Forderung unterstreicht aber auch die Notwendigkeit einer europaweit einheitlichen Sandbox, damit neue Modelle auch ohne Regulierung ausprobiert werden können und nicht unterschiedliche Rahmenbedingungen in verschiedenen europäischen Ländern gelten, die alle von den Fintechs unterschiedlich berücksichtigt werden müssen.

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