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Kommentar zum Fondskongress: Der Steinewerfer von Mannheim

Egon Wachtendorf
Egon Wachtendorf
Der zweite von Dachfonds-Pionier Eckhard Sauren initiierte Manager-Gipfel auf dem Fondskongress in Mannheim war mit knapp 50 Minuten nur halb so lang wie die Erstauflage im November 2011. Dadurch fehlte es zwangsläufig etwas an Zeit – Zeit, die nach dem obligatorischen Verteilen von Nettigkeiten und weitgehend deckungsgleichen Analysen zur aktuellen Lage noch dem einen oder anderen kontroversen Schlagabtausch hätte dienen können. Zum Beispiel in der Frage der erwartungsgemäß zuerst von Bert Flossbach ins Spiel gebrachten Inflation: Ist die vom Kölner Vermögensverwalter für die kommenden fünf bis zehn Jahre vorausgesagte finanzielle Repression wirklich so sicher wie früher eine mit AAA geratete Anleihe? Oder behält Starcapital-Gründer Peter E. Huber Recht, der einen Schuldenschnitt in den Industrieländern als wahrscheinlicher ansieht? Hier die Position der beiden anderen Diskussionsteilnehmer Jens Ehrhardt und Klaus Kaldemorgen zu hören, wäre allemal aufschlussreich gewesen.

Eine weitere, nicht zu Ende gebrachte Diskussion kreiste um künftige Aktien-Favoriten. Erleben wir eine Rückkehr der Nifty Fifty? Flossbach glaubt fest daran und hält es in diesem Zusammenhang für einen der größten Fehler, sich zu früh aus scheinbar überbewerteten Qualitätstiteln zu verabschieden. Damit hat er einen Stein ins Wasser geworfen, der speziell unter Value-Investoren in den nächsten Jahren noch so manche Welle schlagen dürfte.
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