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Kommentar zur Bundestagswahl Schroders: Jetzt rücken Wachstumsmöglichkeiten in Europa ins Blickfeld

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Die europäische Wirtschaft erholt sich

„Nach dem Sieg Emmanuel Macrons bei den französischen Präsidentschaftswahlen besteht weiterhin Hoffnung, dass er die dringend benötigten Strukturreformen umsetzen kann. Dazu zählen eine Flexibilisierung des Arbeitsmarkts, eine Beschneidung des Einflusses von Gewerkschaften und eine Senkung der Lohnkosten. Eine dynamischere französische Wirtschaft käme natürlich auch Deutschland und der gesamten EU zugute.

Insgesamt befindet sich die europäische Wirtschaft jedoch auf dem Weg der Erholung. Wir sehen Spielraum für weitere Zugewinne europäischer Aktien, die von den weiterhin niedrigen Zinsen und verbesserten Gewinnmargen der Unternehmen angetrieben werden. Wir gehen sogar davon aus, dass die europäischen Aktienmärkte in den kommenden drei Jahren gegenüber dem aktuellen Stand um bis zu 30 Prozent steigen könnten.“

Niedrige Zinsen führen zu hohen Börsenbewertungen

„Obwohl sich die europäische Wirtschaft und andere wichtige Volkswirtschaften gut entwickeln, schlägt sich dies bislang nicht in einer höheren Inflationsrate nieder. Dementsprechend ist der Druck auf die EZB und andere große Zentralbanken gering, die Zinsen wieder zu erhöhen.
Aus unserem Blickwinkel bedeutet dies, dass sich die Zinssätze auf einem niedrigeren Niveau normalisieren sollten, als dies bislang der Fall war. Die Geschichte zeigt, dass sich die Marktbewertungen erhöhen, wenn die Zinsen sinken. Sollten sich die Zinsen also auf einem niedrigeren Niveau einpendeln als früher, müssten die Marktbewertungen entsprechend höher ausfallen.“

Gewinnmargen steigen wieder

„Seit Beginn der Finanzkrise hinken die Gewinnmargen europäischer Unternehmen denen in den USA hinterher. Die Eurokrise der Jahre 2011 und 2012 wirkt sich stark auf die Unternehmensrentabilität aus. Die Verbesserung der Kapazitätsauslastung und die Senkung der Arbeitslosenzahlen hat viel Zeit in Anspruch genommen.

Jetzt steigen die Gewinnmargen der Unternehmen aber wieder. Wir gehen davon aus, dass es der Beginn eines mehrjährigen Prozesses ist, bei dem die europäischen Gewinnmargen schließlich das Niveau ihrer US-Pendants erreichen werden. Dies legt die Erfahrung der Nuller-Jahre nahe und könnte die Zugewinne an den Aktienmärkten weiter vorantreiben.“

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