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Kommentar zur Bundestagswahl Schroders: Jetzt rücken Wachstumsmöglichkeiten in Europa ins Blickfeld

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Azad Zangana, Europa-Volkswirt: Welche Koalitionsoptionen hat Merkel?

„CDU/CSU müssen nun entscheiden, mit wem sie eine Regierung bilden wollen. Die SPD hat eine erneute Koalition bereits ausgeschlossen, sodass eine „Jamaika-Koalition“ mit FDP und Grünen die einzig denkbare Regierungsmehrheit ergibt.

Die FDP ist dabei wegen ihrer unternehmensfreundlichen und liberalen Haltung der bevorzugte Koalitionspartner der CDU/CSU. Zuletzt gab es eine schwarz-gelbe Koalition in der vorletzten Legislaturperiode; hier verlief die Zusammenarbeit gut. Allerdings war es die rigide Haltung der FDP bei der Rettung Griechenlands und anderer Länder der EU-Peripherie, die die Rettungsaktionen während der europäischen Staatsschuldenkrise verzögerte. Eine Koalition zwischen CDU/CSU und FDP könnte also vorteilhaft für deutsche Unternehmen sein, aber weniger gut für den europäischen Einigungsprozess.

Im Übrigen liegen Grüne und FDP auch in Umweltfragen über Kreuz. Vor diesem Hintergrund wird es für CDU/CSU herausfordernd, in dieser Frage zu vermitteln. Wir gehen davon aus, dass die Grünen in Umweltfragen wie dem Dieselmotor eine relativ kompromisslose Haltung einnehmen werden.
Die AfD hat die Erwartungen übertroffen und wird zum ersten Mal und mit der drittstärksten Fraktion in den Bundestag einziehen. Zwar ist ihr Gestaltungsspielraum beschränkt, der politische Rechtsruck ist jedoch ein Signal, dass Einwanderungs- und EU-Politik möglicherweise verändert werden müssen.

Die SPD wird die Möglichkeit nutzen, während Merkels voraussichtlich letzter Amtszeit in der Opposition wieder zu Kräften zu kommen.
Die Koalitionsverhandlungen werden voraussichtlich bis Dezember, möglicherweise auch bis ins nächste Jahr andauern.“

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