Marc Friedrich und Matthias Weik: „Man kann wahrlich nicht soviel essen wie man groko(tz)en will.“ Foto: Christian Stehle, Asperg

Kommentar zur Regierungsbildung

„Das ist der Untergang von Schulz, Merkel und der SPD“

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Fast hätte man vergessen, dass wir seit September 2017 ohne Regierung dastehen. Vermisst hat sie sicherlich niemand und siehe an: Das Land hat trotzdem funktioniert. Jetzt nach vier Monaten und zwei Anläufen soll die Regierungsbildung abgeschlossen sein.

Da muss man neidlos anerkennen, das manche weniger fortschrittliche Länder schneller zu Potte kommen. Wesentlich schneller einig waren sich Union, SPD, Grüne und FDP dafür bei der Erhöhung der Diäten im Dezember 2017. Aber Schwamm drüber.

Neuauflage der unbeliebten Groko

Nun hat sich unsere politische Elite aus der vorherigen und eigentlich abgewählten Großen Koalition, auf Teufel komm raus, darauf geeinigt, sich an der Macht festzukrallen und eine zweite Auflage, der unbeliebten Groko zu schaffen.

Grund hierfür ist auch die Angst vor Neuwahlen und einem weiteren Erstarken der AfD. Diese wird aber von einer Neuflage der Groko so oder so profitieren und unserer Ansicht nach die SPD in der Wählergunst überholen.

„Selbstverliebte Hauptdarsteller“ 

Wieder kommt zusammen, was nicht zusammengepasst hat, nicht zusammensein will und vor allem nicht zusammengehört. Aber die macht- und selbstverliebten Hauptdarsteller Schulz, Merkel und Seehofer wollen um jeden Preis regieren. Der Preis hierfür ist hoch – sehr hoch!

Schon die erste Groko hat nichts wichtiges initiiert und sich mit Nebenbaustellen intensivst beschäftigt. Auf der Strecke blieb das Land und essentielle Themen wie Infrastruktur und Digitalisierung wo wir im internationalen Vergleich auf dem absteigenden Ast sind.

Was erwartet man sich bitte schön von einer Fortsetzung?
Wenn zum Beispiel ein Film floppt, wird doch auch keine Fortsetzung gedreht weil jeder weiss: besser wird es nicht weil die Story einfach schlecht ist.

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