Kommunikationsdienstleistungen Ishares und Invesco reagieren auf neuen Megasektor

Händler an der New York Stock Exchange (NYSE): Die von den aktuellen Anpassungen im S&P 500 betroffenen Unternehmen haben in der Summe eine Marktkapitalisierung von mehr als 10 Prozent des US-Leitindex. | © Getty Images

Händler an der New York Stock Exchange (NYSE): Die von den aktuellen Anpassungen im S&P 500 betroffenen Unternehmen haben in der Summe eine Marktkapitalisierung von mehr als 10 Prozent des US-Leitindex. Foto: Getty Images

Die Telekombranche gewinnt dank einer Neudefinition an Bedeutung: Die Indexanbieter Standard & Poors (S&P) und Morgan Stanley Capital International (MSCI) beachten künftig die zum Stichtag 28. September geänderten Global Industry Classification Standards (GICS).

Betroffen von den neuen Regeln ist insbesondere der Telekomsektor, der umbenannt und breiter gefasst wurde. So wechseln weltbekannte Unternehmen wie Walt Disney, Time Warner und Netflix aus dem Konsumgüterbereich in den neuen Sektor „Communication Services“.

Wechsel zwischen Sektoren

Aus dem bisherigen Sektor „Information Technology“ (IT) in den Kommunikationsdienstleistungen kommen dagegen unter anderem die US-Börsenschwergewichte Alphabet und Facebook sowie der kalifornische Weltmarktführer für Computerspiele, Electronic Arts.

 

Vom IT-Segment in den Komsumgüterbereich ging es für den Betreiber des weltweit größten Online-Marktplatzes, Ebay. Jedoch bleibt die 1- Billion-Dollar-Aktiengesellschaft Apple im Sektor Informationstechnologie, dessen Gewicht am S&P 500 um 4 Prozentpunkte gesunken ist.

Auch Anleger sind betroffen

Folgen hat die Reform vor allem für Aktien aus den Vereinigten Staaten: „Die von den Anpassungen im S&P 500 betroffenen Unternehmen haben in der Summe eine Marktkapitalisierung von mehr als 10 Prozent des Index“, erklärt Christoph Kind von Marcard, Stein & Co.

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Das Investment-Team der Family-Office-aus Hamburg Bank betont angesichts der „größten Änderung in der Geschichte des GICS-Systems“: „Vor allem Sektor- und Stilinvestoren sollten die veränderten Sektoreigenschaften nach den Anpassungen beachten.“