Die Kompositversicherung, in der alle Sparten der Schaden- und Unfallversicherung zusammengefasst werden, hat durchaus schwierige Zeiten hinter sich. In den vergangenen Jahren macht vor allem die Kfz-Sparte Sorgen, dann auch die Wohngebäudeversicherung. Hier fuhren ein Großteil der Unternehmen negative versicherungstechnische Ergebnisse ein.
2024 hat sich die Situation allerdings verbessert. Das zeigen Zahlen des „Branchenmonitor 2025 Kompositversicherung“ des Beratungs- und Forschungsunternehmens Vers Leipzig hervor. In der Studie werden die 50 größten Schaden-/Unfallversicherer für den Zeitraum 2019 bis 2024 analysiert. Die Marktabdeckung liegt allerdings nur bei 87 Prozent.
Prämien steigen deutlich stärker als Schadenaufwendungen
Im Vorjahr konnten die Schaden- und Unfallversicherer ihre Beitragseinnahmen um 8,2 Prozent auf 92,52 Milliarden Euro steigern. Der Prämienzuwachs ging einher mit einer Zunahme im Vertragsbestand von 364,2 Mio. Stück auf 377,1 Mio. Stück. Bei den Schadenaufwendungen zeichnet zudem sich eine erste Entspannung ab: Mit 68,95 Milliarden Euro und einem Anstieg von 4,2 Prozent, fiel dieser nun deutlich niedriger aus als noch im Jahr 2023 (13,1 Prozent).
Zurückzuführen ist dies laut der Autoren unter anderem auf die verbesserte Schadensituation in der Kfz-Versicherung. In Summe verbesserte sich die Combined Ratio in der Schaden-/Unfallversicherung von 98,8 Prozent auf 96,1 Prozent und entfernte sich damit weiter von der kritischen Grenze von 100 Prozent.
Top 10 nach Marktanteilen
DAS INVESTMENTVersicherungen stellt die Top 10 der deutschen Kompositversicherer nach Marktanteil in einer Bilderstrecke vor.
Bruttoprämien: 2024: 2,77 Milliarden Euro
Marktanteil: 3,00 Prozent

