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in WohngebäudeversicherungLesedauer: 3 Minuten

Sachversicherungen Kosten der Kompositversicherer übersteigen Milliardengrenze

Wiederaufbau nach den Flutschäden an der Ahr (Foto
Wiederaufbau nach den Flutschäden an der Ahr (Foto: Altenahr-Reimerzhoven am 12.11.2022): Die Studienautoren der Branchenmonitore 2022 von V.E.R.S. Leipzig verzeichnen stark gestiegene Aufwendungen in der gesamten Komposit-Sparte. | Foto: Imago Images / Kosecki

Die Analysten von V.E.R.S. Leipzig haben für die Neuauflage ihrer Branchenmonitore jetzt die Jahresabschlüsse der 50 größten deutschen Schaden- und Unfallversicherer hierzulande untersucht. Die jährlichen Marktstudien sollen einen umfassenden Einblick in die Geschäftsentwicklung der Sparte geben. Aus den Daten für die vergangenen sechs Jahre leiten sie Trends in sieben Versicherungszweigen ab: Haftpflicht, Hausrat, Komposit, Kfz, Rechtsschutz, Unfall und Wohngebäude. 

In den aktuellen Bilanzen der Schaden- und Unfallversicherer schlagen sich insbesondere Extremwetterereignisse nieder – vor allem die Flutkatastrophe im Ahrtal Mitte Juli 2021. In der gesamten Sparte erreichten die Schadenaufwendungen im vergangenen Geschäftsjahr auch deshalb mit etwa 1.022.460.000 Euro und einer Zuwachsrate von mehr als 25 Prozent einen neuen Höchstwert, berichten die Leipziger Studienautoren. 

Die fünf verheerendsten Naturkatastrophen in Deutschland 2001 – 2021

Die fünf verheerendsten Naturkatastrophen in Deutschland 2001 – 2021
>> Vergrößern! © GDV Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.

Durch den überproportionalen Anstieg der Schadenaufwendungen im Vergleich zum Prämienzuwachs von 5,1 Prozent verschlechterte sich die Schadenquote gegenüber dem Vorjahr deutlich. Mit 74,2 Prozent zum Ende des Geschäftsjahres 2021 überstieg sie erstmalig im gesamten Betrachtungszeitraum seit 2016 die 70-Prozent-Marke. Darüber hinaus überschritt auch die Combined Ratio mit 100,6 Prozent 2021 die kritische Grenze von 100 Prozent. 

Negativrekord in der Wohngebäudeversicherung

Am stärksten traf es die Wohngebäudeversicherer: Mit durchschnittlich 192.480.000 Euro und einer Zuwachsrate von fast 100 Prozent erreichten sie einen Rekordwert. Und die durchschnittlichen Schadenaufwendungen pro Versicherungsvertrag sprangen von 299,42 Euro auf 508,23 Euro. Auch die Schadenquote erreichte über alle 50 untersuchten Versicherer mit 99,74 Prozent (2020: 62,08 Prozent) einen neuen Höchstwert und näherte sich damit der Marke von 100 Prozent an. 

 

Neben den Wohngebäude-Policen waren auch die Hausrat- und Kfz-Versicherer von den schweren Wetterereignissen betroffen – beispielsweise durch Hagelschäden. Positiver waren hingegen die Entwicklungen in der Haftpflicht-, Unfall- und Rechtsschutzversicherung: Hier verbesserte sich die Combined Ratio jeweils. Neben den Branchenmonitoren der 50 größten Komposit-Player gibt es auch Branchenmonitore für die Geschäftsentwicklung der größten Lebens- beziehungsweise Krankenversicherer

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