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Krim-Krise Gold steigt auf Sechs-Monats-Hoch

Der Goldpreis hat unter dem Einfluss der angespannten geopolitischen Lage am Donnerstag im frühen europäischen Handel den höchsten Stand seit sechs Monaten erreicht. Diese Woche könnte zudem die stärkste Steigerung auf Wochenbasis für das gelbe Edelmetall seit August 2011 bringen. Auch das offensichtlich schwächere Wachstum in China ließ die Anleger nach Angaben aus dem Handel zu Gold als “sicherem Hafen” greifen. “Gold wird voraussichtlich solange unterstützt, wie die Lage in der Ukraine unsicher bleibt”, sagte Analyst Zhu Siquan von GF Futures Co. in Guangzhou. Aus charttechnischer Sicht sehe der Goldpreis mittlerweile aber “etwas überkauft” aus, sagte er. Am Kassamarkt gewann die Notierung 0,2 Prozent auf 1369,30 je Feinunze. Anders als Gold reagierte der Kupferpreis auf die Vorlage schwacher Daten aus China mit Verlusten. Kupfer sank um 0,5 Prozent auf 6471,75 Dollar je Tonne. Das Wachstum der Industrieproduktion in China betrug im Januar und Februar nach amtlichen Angaben zum Vorjahr 8,6 Prozent. Erwartet wurden vom Markt 9,5 Prozent. Hingegen bewegte sich der Ölpreis nur unwesentlich. Der April-Kontrakt für WTI stieg um 0,2 Prozent auf 98,16 Dollar je Barrel. Die Nordseesorte Brent war am Terminmarkt mit 108,30 Dollar je Barrel 0,3 Prozent höher. Auch hier spielten die schwachen Daten aus China eine bremsende Rolle, hieß es von Michael McCarthy von CMC Markets in Sydney.
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