Krypto-Assets Die 3 Wege zum Investment in Bitcoin-Mining

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Stromverbrauch kritischer Faktor

Neben der Hash-Rate ist der Stromverbrauch ein wesentlicher Faktor eines ASIC, da er stärker noch als die Anschaffungskosten und Raummiete die Kosten des Minings determiniert. Daher kommt neben der Effizienz des ASICs dem Standort der Mining-Farm und der örtlichen Infrastruktur, aber auch den klimatischen Verhältnissen vor Ort eine hohe Bedeutung zu.

Kühlere Klimazonen sind im Vorteil, da die ASICs, die eine erhebliche Abwärme produzieren, weniger gekühlt werden müssen, was den Stromverbrauch vermindert. Besonders vorteilhaft ist die Nutzung erneuerbarer Energie, wenn diese zum Beispiel in Form von Wasserkraft dauerhaft zur Verfügung steht. In einigen Ländern wird Strom für Mining-Projekte sogar staatlich gefördert. Strompreise von weniger als vier Cent pro Kilowattstunde sind möglich.

Lohnt sich Mining bei sinkenden Kursen?

Der Kurs des Bitcoins entwickelt sich seit Jahren mit einer vergleichsweise hohen Volatilität. Immer wieder kommt es zu Übertreibungen in die eine oder andere Richtung. Unabhängig von der Marktpsychologie dürfte der innere Wert des Bitcoins bei weltweit zunehmender Verbreitung und Akzeptanz in Verbindung mit regulierter Mengenzunahme langfristig steigen.

Der kurzfristige Kurseinbruch unter die Marke von 5.000 US-Dollar führte allerdings zu einer Marktbereinigung bei den Mining-Farmen. Einige ineffiziente Farmen mit älterer Hardware stellten den Betrieb ein, sodass im Herbst 2018 die Rechenleistung des gesamten Netzwerks sank.

Das Bitcoin-Protokoll sieht auch im Fall einer sinkenden Hash-Rate eine Anpassung des Schwierigkeitsgrads vor. Für moderne Farmen, die ihre Hardware regelmäßig der technologischen Entwicklung anpassen, bietet das aktuelle Marktumfeld daher Chancen, den eigenen Marktanteil auszubauen.

Bitcoin-Mining aus Sicht von Investoren

Für Investoren ist das Bitcoin-Mining eine gute Möglichkeit, bereits am Anfang der Wertschöpfungskette im Elementarprozess der „Mutter aller Kryptowährungen“ zu partizipieren, aber weitestgehend unabhängig von der hohen kurzfristigen Volatilität im Markt zu sein. So sind kontinuierlich Investitionen in diese innovative Assetklasse möglich, ohne sich vom Market Timing und der Psychologie der Massen abhängig zu machen.

In Mining von Bitcoins investieren

Gleichwohl ist auch das Mining nicht ohne Risiken. Hier kommt es auf die genaue Einzelbetrachtung der Mining-Projekte und der Expertise der involvierten Partner an. Grundsätzlich gibt es derzeit drei Wege in das Mining von Bitcoins zu investieren:

  1. Die eigene Mining-Farm: Die Anschaffung eigener ASICS und Einrichtung einer eigenen Mining-Farm und gegebenenfalls Beteiligung an einem Mining-Pool, der die Rechenleistungen vieler zusammenfasst, ist ein Wagnis, das nur Experten mit entsprechendem Spezialwissen eingehen sollten.
  2. Das Cloud-Mining: Hierbei mietet der Investor die notwendige Rechenleistung und Software über eine Cloud-Lösung und bezahlt dem Betreiber eine Miet- und Verwaltungsgebühr. Spezialkenntnisse sind nicht notwendig, da das eigentliche Mining vom Dienstleister übernommen wird. Die Angebote meist ausländischer Anbieter sind allerdings nicht reguliert und in der Regel wenig transparent.
  3. Regulierter Bitcoin Farming Fonds: Professionelle Investoren haben die Möglichkeit über einen in Deutschland als Spezial-AIF aufgelegten Private Equity-Fonds, unter regulierten Bedingungen und mit etablierten Partnern in den Ausbau einer bestehenden Mining-Farm zu investieren.