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DZ-Bank-Analyst gibt Tipps Kryptowährungen – Altcoins bieten Chancen und Risiken

Unterschiedliche Crypto-Coins, geprägt als Münzen (Symbolbild)
Unterschiedliche Crypto-Coins, geprägt als Münzen (Symbolbild): 2021 gab es mehrere Kryptowährungen, die sich noch besser als Bitcoin entwickelt haben. | Foto: Imago Images/Panthermedia

Einige Altcoins, also Alternativen zu Bitcoin am Kryptowährungsmarkt, haben seit Jahresbeginn eine enorme Kursexplosion erfahren. Zum Teil hat sich der Wert phasenweise mehr als verhundertfacht. Der Wertzuwachs des Branchenprimus Bitcoin kommt mit seinen 66 Prozent in diesem Vergleich schon beinahe bescheiden daher. Sind junge aufstrebende Altcoins als Anlageobjekt folglich die bessere Wahl? Die Antwort auf diese Frage ist alles andere als trivial. Zunächst einmal dürfte es schwierig werden, unter den vielen Neuerscheinungen am Kryptowährungsmarkt die richtigen herauszupicken. Außerdem spielt das Timing eine wesentliche Rolle.

So liegt beispielsweise Solana, der Outperformer des Jahres, momentan rund 40 Prozent unterhalb des Rekordniveaus von Anfang November. Noch gravierender fällt die Bilanz bei ehemals aufstrebenden Altcoins aus. Zum Teil liegen diese rund 90 Prozent unterhalb der in den letzten Jahren verzeichneten Höchststände. Investition in (potenziell) aufstrebende Altcoins können demnach zwar äußerst rentabel ausfallen. Allerdings sollten interessierte Anleger ein sehr hohes Maß an Risikobereitschaft mitbringen. Diese Erkenntnis darf indes nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich bereits Bitcoin-Investitionen um ein hochriskantes Engagement handelt.

Kurseinbruch binnen Minuten

Das vorletzte Wochenende hat einmal mehr vor Augen geführt, dass Investitionen in Kryptowährungen nicht nur mit Ertragschancen, sondern auch mit Risiken und Kursverlusten verbunden sein können. Binnen weniger Minuten ging es für Bitcoin rund 20 Prozent bergab. Die Altcoins, also die Kryptowährungen aus der zweiten und dritten Reihe, waren zum Teil noch stärker betroffen. Weiterhin ist nicht wirklich geklärt, was genau den Kursrutsch des gesamten Segments ausgelöst hat. Eine Eintrübung des globalen Finanzmarktsentiments aufgrund der Unsicherheit durch die Verbreitung der Omikron-Variante des Corona-Virus wird in diesem Zusammenhang zwar ebenso genannt wie Äußerungen des US-Zentralbankvorsitzenden Powell. Allerdings wollen weder das Timing noch die Dimension der Reaktion am Kryptowährungsmarkt so richtig passen.

Erholen konnte sich das Segment von dem Schock bislang nicht. Der Bitcoin-Kurs liegt aktuell 14 Prozent unterhalb des Niveaus, das vor dem Schwächeanfall zu beobachten war. Bei Ether sieht es nicht viel besser aus, bewegt sich das Minus doch hier aktuell im Bereich von 13 Prozent. Trösten kann sich die Nummer zwei des Segments damit, dass der Kurseinbruch etwas geringer ausfiel, die direkt im Anschluss folgende Gegenbewegung außerdem dynamischer. Angesichts dieser Unsicherheiten bei den beiden weltweit mit Abstand bedeutendsten Kryptowährungen stellt sich die Frage, inwieweit Altcoins womöglich einen besseren Schutz vor Kursrisiken bei potenziell aussichtsreicheren Ertragschancen bieten könnten.

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