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DZ-Bank-Analyst gibt Tipps Kryptowährungen – Altcoins bieten Chancen und Risiken

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Bitcoin in den Schatten gestellt

Der Blick auf die Kursentwicklung dieses Jahres spricht eine eindeutige Sprache. Angeführt wird die Liste von zwei Kryptowährungen, die bis vor wenigen Monaten kaum jemand auf dem Schirm hatte. Solana, mit dem Smart Contracts verarbeitet werden können und das daher vielerorts mit Ethereum verglichen wird, verzeichnete ein Plus von beeindruckenden 8.500 Prozent. Zeitweise hatte sich der Wert sogar mehr als verhundertfacht. Diese Kurssteigerung genügte, um Platz fünf unter den Kryptowährungen zu erobern. Beim Dogecoin, der ursprünglich als Parodie auf Bitcoin ins Leben gerufen wurde und derzeit eine Marktkapitalisierung von über 20 Milliarden US-Dollar aufweist, wurde aus einer Investition in Höhe von 1.000 Euro in nicht einmal zwölf Monaten ein Wert von weit über 30.000 Euro.

Mit deutlichem Abstand, aber immer noch erheblichen Gewinnen gegenüber Anfang dieses Jahres, folgen alte Hasen des Segments. Cardano (Kursplus von etwa 600 Prozent), Ether (+425 Prozent) und Ripple (rund +270 Prozent) waren bereits in der zweiten Jahreshälfte 2017 präsent, als Bitcoin & Co. erstmals in der breiten Öffentlichkeit diskutiert wurden. Mit derart dynamischen Entwicklungen kann Bitcoin in diesem Jahr nicht mithalten. Ein vergleichsweise magerer Kursanstieg von 66 Prozent verzeichnete die bei weitem bedeutendste Kryptowährung. Deutlich schlechter schnitten unter den ausgewählten Vertretern Altcoins ab, die vor wenigen Jahren noch zu den Top Ten des Segments gehörten. Aktuell belegen Bitcoin Cash (+26 Prozent), EOS (+21 Prozent) und Litecoin (+19 Prozent) nur noch Plätze in der Region 20 bis 45.

Altcoins – schnelles Geld und hohe Verluste möglich

Auf den ersten Blick ergibt sich aus der Kursentwicklung des Jahres 2021 ein recht klares Bild. Investitionen in Bitcoin, und mit Abstrichen auch Ether, werfen im Vergleich zu anderen Kryptowährungen lediglich überschaubare Erträge ab. Eine Chance, schnell reich zu werden, bieten hingegen mögliche Kursexplosionen junger, aufstrebender Altcoins. Dieser Eindruck ist zwar nicht ganz von der Hand zu weisen. Allerdings ergeben sich auf den zweiten Blick mehrere Unwägbarkeiten.

Die allergrößte Schwierigkeit dürfte darin bestehen, im Vorhinein zu erahnen, welche der ständig neu ins Leben gerufenen Kryptowährungen in den nächsten Monaten groß rauskommen werden. Aber selbst wenn es gelingen sollte, einen solchen aufstrebenden Stern frühzeitig zu erkennen, sind Gewinne nicht garantiert. So hat beispielsweise der Dogecoin seit seinem Höchststand im Mai 75 Prozent an Wert eingebüßt. Der Outperformer des Jahres, Solana, hat seit dem erst Anfang November verzeichneten Rekordniveau fast 40 Prozent seines Wertes verloren. Dass es durchaus besser geht, offenbaren die beiden Platzhirsche. Bitcoin liegt momentan 30 Prozent unter seinem Hoch, das vor gut einem Monat verzeichnet wurde. Mit einem Abstand von 20 Prozent bewegt sich Ether sogar noch etwas näher am eigenen Rekordwert.

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