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Wie einst beim Goldrausch Am Kryptomarkt bieten auch „Schaufelhersteller“ Chancen

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Wenngleich Anleger sich zunehmend für Krypto-Investments interessieren, werfen vor allem drei Aspekte nach wie vor Fragen bei ihnen auf:

  • Erstens die operationell schwierige Umsetzung eines Investments.
  • Zweitens die hohen Sicherheitsanforderungen.
  • Und drittens – wahrscheinlich die größte Herausforderung – die Selektion der möglichen Gewinner von morgen.

Noch haben sich keine Bewertungsmechanismen für Kryptowerte etablieren können, und die Bestimmung des intrinsischen Wertes ist besonders schwierig. Dies gilt umso mehr angesichts des rasant wachsenden Angebotes: Schon heute gibt es weltweit rund 10.000 Kryptowährungen. Fest steht: Nur die wenigsten von ihnen werden sich langfristig durchsetzen können. Daher wird ein Großteil der Rendite auf eine kleine Anzahl von Investments entfallen.

Aktien aus Mining, Exchange oder Payment sind einen Blick wert

Zudem sind neben den Währungen an sich auch Aktien von Unternehmen einen Blick wert, die eine Marktinfrastruktur für weiteres Wachstum schaffen beziehungsweise ausbauen. Denn diesen kommt in der Entwicklung des Kryptomarktes eine ähnliche Rolle zu wie zu Zeiten des Goldrausches den Herstellern von Spitzhacken und Schaufeln, sprich den notwendigen Werkzeugen.


Bezogen auf den Kryptomarkt gehören dazu insbesondere Werte von Technologieunternehmen, die zum Beispiel in den Subsektoren Mining, Exchange oder Payment aktiv sind. Der Fokus sollte auf Zukunftstechnologien und langfristig nachhaltigen Anwendungsfällen liegen, die bereits eine Relevanz erlangt haben, sich als globale Standardlösungen durchsetzen und beachtliche Renditepotenziale entfalten können.

Investitionen über Fonds reduzieren Risiken und erweitern Chancen

In einem derart dynamischen und vielfach ungewohnten Umfeld wie am Kryptomarkt kann die Zusammenarbeit mit Experten, die thesengetrieben arbeiten, wesentliche Vorteile bieten. Beispielsweise machen Kryptofonds, die strengen Auflagen europäischer Aufsichtsbehörden unterliegen, erstmals den Kauf von Anteilen über Broker oder Banken möglich. Wallets, Private Keys oder zusätzliche Accounts sind auf diesem Wege nicht notwendig. Zudem bieten Investments über Fonds reduzierte Sicherheitsrisiken. Grund dafür ist unter anderem die professionelle Risikostreuung durch Investitionen in verschiedene Kryptowährungen und Aktien von Unternehmen der Branche.


Über den Autor: Ha Duong ist Director Crypto Strategies und Portfoliomanager des Bit Global Crypto Leaders bei Bit Capital.

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