Investor des Frankfurter Prestigeprojektes Onyx ist pleite

KSW meldet Insolvenz an

Investor des Frankfurter Prestigeprojektes Onyx ist pleite

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Der Frankfurter Immobilienkaufmann Daniel Korn hat für die KSW Verwaltungs GmbH & Co. Wohnbau KG einen vorläufigen Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Frankfurt (Aktenzeichen 810 IN 567/17 K) hat die vorläufige Insolvenz angeordnet und Rechtsanwalt Stephan Laubereau zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Die KSW wandelt seit Januar 2014 im Frankfurter Westend ein Bürogebäude in einen luxuriösen Wohnturm namens Onyx um. Dabei geht es um 33 Wohnungen mit verschiedenen Nutzungskonzepten. Das Bauvorhaben auf dem Grundstück Oberlindau 76–78 soll zu 95 Prozent fertig sein, so die Geschäftsführung. Es gab dabei immer wieder Proteste der Nachbarn aufgrund des Baulärms, weshalb die städtische Bauaufsicht die Arbeiten bereits mehrere Male stillgelegt hatte.

Der mehrfache Baustopp wegen Überschreitens der erlaubten Grenzwerte sei nicht die Ursache für die Insolvenz, so Korns Sprecherin Maria Lang laut Frankfurter Rundschau. Vielmehr seien die Baukosten von ursprünglich berechneten 30 Millionen Euro auf 80 bis 90 Millionen Euro gestiegen. Die Ursache wurde bisher nicht bekanntgegeben. Die bisher finanzierende Bank habe den Kredit gekündigt, so dass aktuell die Liquidität fehle, um die finalen Arbeiten durchführen zu können. Daniel Korn selbst sei „der größte Finanzier des Projekts“ und durch die Entwicklung „sehr belastet“. Zwei Drittel der Wohnungen habe man schon an ihre Eigentümer übergeben, die übrigen seien nicht mehr fertiggestellt worden.

Daniel Korn teilte mit, dass es Ziel sei, das Projekt Onyx abzuschließen und alle Wohnungen an die Käufer zu übergeben. Es ist nun am Insolvenzverwalter Stephan Laubereau, mit den Interessengruppen wie finanzierende Bank, Wohnungskäufer, Bauunternehmen und Handwerkern über Möglichkeiten der Fertigstellung zu verhandeln.